Organspende: Mangel an Spendern – Krankenkassen sollen helfen

26.09.2011

Umfragen zufolge wären viele Deutsche bereit, Organe zu spenden. Aber die meisten von ihnen haben keinen Organspenderausweis. Das will Gesundheitsminister Bahr nun ändern - und die Krankenkassen zur Mithilfe verpflichten.

Ein Organspendeausweis kann Leben retten. Foto: © Volker Hartmann/dapd

hofft auf künftig mehr Organspender.Thomas Beckhofft auf künftig mehr Organspender. 

Würden Sie einer Organspende zustimmen? Umfragen zufolge bejahen etwa 60-70 Prozent der Deutschen diese Frage. Trotzdem haben nur 18 Prozent einen Spenderausweis.

Das will FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr ändern. Genauer gesagt: Er will das Transplantationsgesetz ändern. Demnach sollen Krankenkassen dazu verpflichtet werden, ihre Mitglieder über Organspenden zu informieren und sie nach ihrer Spendebereitschaft zu fragen. Die Antwort soll dann in einem Organspendeausweis notiert werden. Jeder Einzelne könnte einer Organspende entweder zustimmen, sie ablehnen oder aber die Entscheidung auf später vertagen.

Wie es um die Bereitschaft zur Organspende steht und ob das neue Gesetz ausreicht, den Mangel an Spenderorganen zu beseitigen, fragen wir Thomas Beck, den kaufmännischen Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation.