McDonald’s erlaubt Gentechnik-Burger

Gentechnik-Debatte in Deutschland

28.04.2014

McDonald's erlaubt seinen Hähnchenfleisch-Lieferanten ab sofort, genmanipuliertes Soja zu verwenden. Gentechnikfreies Futter ist der Fast-Food-Kette zu teuer. Von Greenpeace kommt scharfe Kritik.

Der Chickenburger von McDonald’s ist nicht mehr gentechnikfrei. Foto: Dominik Schwind | flickr.com | Lizenz: CC BY 2.0

kritisiert den Einsatz von gentechnisch verändertem Futtermittel.Das entscheidende Problem ist, dass es keine Kennzeichnung gibt. Das betrifft nicht nur Produkte bei McDonald's, sondern im Grunde bei allen tierischen Lebensmitteln. Also Fleisch, Milch, Käse, Eier usw.Andreas Winklerkritisiert den Einsatz von gentechnisch verändertem Futtermittel. 

Gentechnik im Hühner-Burger? Wohl schon jetzt Wirklichkeit. Denn McDonald’s ist gentechnikfreies Futter offenbar zu teuer, deshalb erlaubt der Fast-Food-Konzern nach SPIEGEL-Informationen seit Anfang April den Einsatz in der Hähnchenmast.

Seit 2001 war McDonald’s gentechnikfrei

Seit 2001 hatte die Burger-Kette sich selbst verpflichtet, europaweit auf den Einsatz von Genfutter bei der Produktion von Chickennuggets und Chickenburgern zu verzichten. Das ist nun vorbei. Der Konzern bestätigte dies in einem Brief an die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Es gebe keine ausreichenden Mengen an gentechnikfreien Futtermitteln „zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen„, heißt es darin.

Greenpeace kritisiert McDonald’s scharf. Welche Konsequenzen hat das für die McDonald’s Kunden? Und wieso gibt es keinen großen Aufschrei, obwohl die Mehrheit der Deutschen doch eigentlich keine Gentechnik im Essen haben will? Darüber haben wir mit Andreas Winkler von foodwatch gesprochen.