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Romantischer Sonnenuntergang vor Plastik aus Verpackungsmüll. Foto: Mohamed Abdulraheem | Shutterstock
Bild: Mohamed Abdulraheem | Shutterstock

Mehr Verpackungsmüll

„Von geschlossenen Stoffkreisläufen sind wir weit entfernt“

Die Deutschen produzieren mehr Verpackungsmüll als jemals zuvor. Und das trotz Bienenwachstuch und Pfand-Kaffeebecher.

In Deutschland steigt der Verpackungsverbrauch. Das hat das Umweltbundesamt für das Jahr 2017 berechnet. Ganze 1,87 Millionen Tonnen Verpackungsmüll werden Deutschland attestiert. Damit sind es drei Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschland ist im europäischen Vergleich führend. Ursachen für den Anstieg sind laut Studie das Wirtschaftswachstum und unser Konsumverhalten.

Wer mehr kauft, produziert auch mehr Verpackungsmüll. Besonders durch den wachsenden Online-Handel steigt der Verpackungsverbrauch. Aber auch der Kaffee und das abgepackte Mittagessen to go spielen eine große Rolle.

Mehrweg oder Verpackungsmüll?

Der Anteil recycelter Verpackung bleibt weiterhin hoch. Knapp 70 Prozent der Verpackungsabfälle können wiederverwertet werden. Das Umweltbundesamt zieht die Endkonsumenten zur Verantwortung und fordert auf Mehrwegverpackungen umzusteigen. Henning Wilts vom Institut für Klima, Umwelt und Energie in Wuppertal sieht die Verantwortung bei der Regierung:

Ich glaube, der Erste, der etwas tun müsste, wäre die Politik. Rahmenbedingungen zu setzen, wo es wirklich für die Unternehmen sinnvoll ist, darüber nachzudenken, wie wir Kunststoffverpackung besser nutzen können.

Über den unrühmlichen Trend mehr Verpackungsabfälle zu produzieren und wie man dagegen steuern sollte, spricht detektor.fm-Moderator Konrad Spremberg mit Henning Wilts. Er leitet die Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut.

Redaktion: Liam Pape