Militärkosten – was sagen sie über den Weltfrieden aus?

14.04.2014

Die USA und die meisten anderen westlichen Staaten geben weniger Geld fürs Militär aus als früher - China, Russland und Saudi-Arabien hingegen mehr. Was bedeutet das für die weltweite Sicherheitslage? Und wie verhält sich Deutschland?

Saudi-Arabien kauft immer mehr Panzer, auch China und Japan rüsten auf. Foto: John Morgan | flickr.com | Lizenz CC BY 2.0

Die weltweiten Ausgaben für militärische Zwecke gehen zum zweiten Mal in Folge zurück. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Regierungen weltweit 1,9 % weniger für ihre Armeen ausgegeben. Das geht aus dem Jahresbericht des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) hervor.

Dieser Trend geht vor allem auf die USA zurück. Unter anderem durch das Ende des Irak-Einsatzes und den Beginn des Afghanistan-Rückzugs hat die USA 7,8% weniger Geld für ihr Militär ausgegeben als im vergangenen Jahr. Rechnet man die Ausgaben der USA aus dem Ergebnis heraus, steigen die Kosten für militärische Zwecke weltweit sogar an.

Naher und Ferner Osten rüsten auf

Autor des sicherheitspolitischen Blogs 'Augen geradeaus'.Thomas WiegoldAutor des sicherheitspolitischen Blogs 'Augen geradeaus'. 

Vor allem die Staaten des Nahen Ostens wie Saudi-Arabien oder der Irak rüsten massiv auf. Auch der Ferne Osten leistet sich ein Wettrüsten: China produziert und kauft Waffen in großem Stil. Japan, Vietnam und die Philippinen ziehen mit.

Saudi-Arabien, China und Russland rüsten auf, die USA gibt weniger für ihr Militär aus. Was bedeutet das für die Sicherheitslage weltweit? Und wieso verhält sich Deutschland mit zwei Prozent Ausgabensteigerung für das Militär gegen den Trend?

Darüber haben wir mit Thomas Wiegold gesprochen. Er ist der Autor der sicherheitspolitischen Blogs „Augen geradeaus“.

Viele Kasernen gehören der Bundeswehr inzwischen nicht mehr selber sondern sie zahlt dafür Miete. Auch das sind Militärausgaben. […] Das sieht in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich aus: Was wird für Militärgerät ausgegeben und was sind Zusatzkosten. – Thomas Wiegold