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Foto: Sybille Reuter | Shutterstock
Bild: Sybille Reuter | shutterstock.com

Mission Energiewende | Autofreie Innenstadt

Ist die Zukunft der Innenstädte autofrei?

Es knattert, hupt und stinkt. Deutsche Großstädte werden von Autos dominiert: mehrspurige Straßen und asphaltierte Parkplätze statt Grünflächen und Fahrradwege. Idylle und Umweltschutz sieht für viele Menschen anders aus. Sollten deswegen Autos aus der Stadt verbannt werden?

Präsentiert von

Eine Kooperation mit dem Klimaschutz-Unternehmen LichtBlick

Eine Stadt voller Autos ist laut und stinkt

Mehrspurige Straßen, Parkhäuser und Parkbuchten. Deutsche Städte sind oft für Autos gemacht. Fußgänger und Fahrradfahrerinnen finden hingegen eine schlechte Infrastruktur vor. Der Weg zur Arbeit, die Strecke zum Supermarkt oder die Fahrt zu Bekannten: Dafür nehmen viele Deutsche gerne das Auto. Das ist vielleicht bequem und praktisch, aber die Umwelt leidet18 Prozent der deutschen CO2-Emissionen sind dem Verkehr geschuldet. Wenn wir nur die privaten Haushalte unter die Lupe nehmen, ist der Verkehr der zweitgrößte CO2-Emittent.

Wir wollen die Bevölkerung ermutigen zu erleben, wie schön eine autofreie Stadt sein könnte.

Jason Krüger | Initiative „autofrei Berlin“

Jason Krüger | Initiative "autofrei Berlin"Foto: privat

Neben dem Klimaschutz, wäre eine autofreie Innenstadt auch gut für die Gesundheit der Städter und Städterinnen. Weniger Autoabgase bedeuten weniger gesundheitsgefährdende Feinstaubpartikel und Stickstoff in der Luft.

Wir wollen eine menschengerechte Stadt und dafür muss sich die Mobilität dramatisch ändern.

Regine Günther | Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin (Bündnis90/ Die Grünen)

Regine Günther | Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin (Bündnis90/ Die Grünen)Foto: Roland Horn

Autofreie Innenstadt – geht das?

Brüssel macht es vor. In der belgischen Hauptstadt sind bereits 50 Hektar der Innenstadt autofrei. Straßenbahn, S-Bahn, Busse und U-Bahn. Viele deutsche Großstädte haben bereits eine gute Infrastruktur für den öffentlichen Personennahverkehr. Städterinnen und Städter könnten das Auto also relativ einfach stehen lassen. Jedoch bedeutet ein Autoverbot auch Handlungs- und Freiheitseinschränkungen für die betroffenen Bürger und Bürgerinnen.

Es gibt Einschränkungen für diejenigen, die PKW haben und in den Städten wohnen oder dort ihre Geschäfte betreiben.

Prof. Dr. Margarete Schuler-Harms | Professorin für öffentliches Recht an der Uni Hamburg

Prof. Dr. Margarete Schuler-Harms | Professorin für öffentliches Recht an der Uni HamburgFoto: Uni Hamburg

Autos raus aus Berlin. Das fordert Jason Krüger von der Initiative „autofreiberlin“. Im Podcast erklärt er, wie genau er das umsetzen möchte. Außerdem hat Mission-Energiewende-Redakteurin Marita Fischer mit Regine Günther, der Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gesprochen und sie gefragt, was sie von einer autofreien Berliner Innenstadt hält. Margarete Schuler-Harms ist Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Hamburg und erklärt, ob und wie ein Autoverbot verfassungskonform wäre.