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Bild: Vadim Georgiev | shutterstock.com

Mission Energiewende | Earth Day

Wie geht grüner Journalismus?

Am 22. April ist Earth Day und damit mal wieder Zeit, um mehr über Klima und Umwelt nachzudenken. Die Medien berichten anschließend über Erkenntnisse, die Politik und Forschung dann häufig bekommen. Doch wie geht guter Klima- und Umweltjournalismus?

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„Mission Energiewende“ ist ein Podcast zum Klimawandel und neuen Energielösungen in Deutschland. Eine Kooperation mit dem WWF Deutschland.

Auch Mission Energiewende widmet sich dem Earth Day, der seit 1970 jährlich am 22. April in über 150 Ländern gefeiert wird. Hinter dem „Tag der Erde“ verbirgt sich ein weiterer Aktionstag, der uns alle dazu auffordert, mehr über Themen wie Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit nachzudenken. Ein Extra-Tag, der uns daran erinnert, die Erde wieder wertzuschätzen, indem wir zum Beispiel unser eigenes Konsumverhalten überdenken.

Earth Day: Perfekter Anlass für Medienberichte

Im Grunde ist der Earth Day ein Aktionstag, der für Themenschwerpunkte in den verschiedenen Fernseh- und Radioformaten sorgt, für Kalenderblätter beim Deutschlandfunk oder für Twitter-Hashtags. Wie gehen die Medien aber ganz allgemein mit den Themen Klima und Umwelt um?

Im Vergleich zur Größe der Probleme Klimawandel und Umweltverschmutzung, werde insgesamt zu wenig darüber berichtet, erklärt Prof. Torsten Schäfer, der selbst als Umweltjournalist tätig ist. Für ihn sind Umwelt, Ökologie und Klima der entscheidende Kontext für unser ganzes gesellschaftliches Handeln – und das spiegelt der Journalismus noch nicht wieder.

„Grüner“ Journalismus ein Nischenprodukt?

Torsten Schäfer gehört auch zum Projektteam der Online-Plattform „Grüner Journalismus„. Dort werden Recherchehilfen, Blogs und Fachinterviews zu den Themen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit für Studierende, Forschende sowie für Journalisten und Journalistinnen bereitgestellt. Sind Umwelt und Klima also doch nur für ein Fachpublikum von Interesse?

Eigentlich nicht. Das berichtet auch Torsten Schäfer, seiner Meinung nach müsse man jetzt wieder vermehrt den Lokaljournalismus stärken:

Und das in einer Weise darzustellen, dass es nicht nur vom Verstand begriffen wird, sondern dass es uns angeht; dass wir dort mit allen Sinnen und Emotionen reinkommen und es trotzdem noch faktisch bleibt.

Prof. Torsten Schäfer, Umweltjournalist

Prof. Torsten Schäfer, UmweltjournalistFoto: Privat

Und es gibt sogar ein Leitfaden für guten grünen Journalismus: Die Technische Universität in Dortmund hat dafür 13 Kriterien entwickelt, an denen Journalisten und Journalistinnen ihre Berichte über Umwelt und Klima transparent bewerten lassen können.

In dieser Folge von Mission Energiewende nehmen wir den Earth Day zum Anlass, um über Klima- und Umweltjournalismus zu sprechen. detektor.fm-Moderatorin Sophie Rauch hat darüber mit Prof. Torsten Schäfer gesprochen und gemeinsam haben sie folgende Fragen geklärt: Wie geht guter „grüner“ Journalismus? Wie ausgeglichen wird über Klima und Umwelt berichtet? Und wie arbeitet man als Umweltjournalist?