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Alle wollen raus aus der Kohle, bislang ist der Kohleausstieg aber noch nicht in Sicht. Was kann man also tun, um sich selbst zu engagieren? Foto: corlaffra | Shutterstock.com
Bild: corlaffra | Shutterstock.com

Mission Energiewende | Kohleausstieg

Wie kann ich mich engagieren?

Obwohl Deutschland offiziell die Energiewende anstrebt, wird weiterhin Kohle abgebaut, um Strom zu erzeugen. Ein Ausstieg ist noch nicht in Sicht. Was kann man selbst tun, um sich für den Kohleausstieg zu engagieren?

Das Problem mit der Kohle

In Deutschland wird seit Jahren über den Kohleausstieg gestritten. Umweltverbände und Aktionsgruppen warnen schon lange vor den Folgen, des anhaltenden Abbaus. Wer sich bisher mit dem Thema nicht beschäftigt hat, weiß häufig nicht, warum die Kohle verteufelt wird. Was wird am Abbau kritisiert?

Es ist einfach ein unheimlicher Eingriff in die Natur.Antonia Bürke

Die Kohle, die aus unserem Boden befördert wird, wird in Kraftwerken verbrannt. Dabei wird CO2 ausgestoßen und damit der Klimawandel befördert. Laut dem WWF sind die Kraftwerke in Deutschland für mehr als ein Drittel der gesamtdeutschen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Pödelwitzer sitzen auf der Kohle

In einigen Teilen Deutschlands verursacht der Kohleabbau aber noch viel unmittelbarere Probleme. In Pödelwitz, einem Dorf rund 25 Kilometer südlich von Leipzig, fürchten die Anwohner beispielsweise um ihre Heimat. Denn der Bergbaukonzern MIBRAG (Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft) hat 80 Prozent der Grundstücke in dem kleinen Ort gekauft. Hier soll der benachbarte Braunkohletagebau erweitert werden. Pödelwitz soll künftig Abbaugebiet werden, liegt doch unter dem Dorf Kohle.

Ziviler Ungehorsam für Kohleausstieg?

Viele Einwohner wollen das nicht hinnehmen. Deshalb haben sie die Bürgerinitiative „Pro Pödelwitz“ gegründet und im Juli das „Klimacamp Leipziger Land“ veranstaltet. Rund 1000 Aktivisten sind in das Dorf gekommen, um gegen die Umsiedlung der Pödelwitzer zu protestieren. Obwohl Protestaktionen wie eine Sitzblockade aufgelöst worden sind, wollen viele Pödelwitzer für ihre Heimat kämpfen.

Für uns wird es kein Worst-Case-Szenario geben. Wir sind uns ziemlich sicher, dass unser Dorf stehen bleibt. Das Worst-Case-Szenario liegt wohl eher beim Bergbautreibenden, der wird nämlich zum ersten Mal merken, dass er nicht mit allem durch kommt. – Jens Hausner, „Pro Pödelwitz“

Neben zivilem Ungehorsam gibt es aber noch viele andere Wege, sich für den Kohleausstieg zu engagieren. detektor.fm-Redakteurin Marisa Becker hat sich mit diesen Möglichkeiten beschäftigt. Ob sich beispielsweise der Stromanbieterwechsel lohnt, hat sie mit Moderator Christian Eichler besprochen.

Der Wechsel zu einem echten Ökostrom-Anbieter war eigentlich noch nie so wichtig wie heute, weil es mittlerweile einen großen Beitrag zur Energiewende leistet.Ralph Kampwirth
Mission Energiewende | Wie kann ich mich für den Kohleausstieg engagieren? 11:57

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"Mission Energiewende" ist eine Kooperation mit dem Ökostromanbieter LichtBlick und dem WWF

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