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Masarik | shutterstock.com
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Mission Energiewende | Hunde und Klima

Wie wirken sich Hunde auf Klima und Umwelt aus?

Hunde sind die besten Freunde des Menschen. Zumindest halten viele Menschen sehr gerne Hunde. Wir haben uns mal darüber Gedanken gemacht, wie sich Hunde eigentlich auf Klima und Umwelt auswirken, und wie nachhaltige Hundehaltung aussehen könnte.

Präsentiert von

Eine Kooperation mit dem Klimaschutz-Unternehmen LichtBlick

Hunde und Klima: Der CO2-Pfotenabdruck

Wer wissen will, wie viele CO2-Emissionen Hunde ausstoßen, der sollte zunächst wissen: Es gibt natürlich nicht den einen Hund, der immer eine bestimmte Zahl ausstößt. Es gibt allerdings den Durchschnittshund. Der wiegt 15 Kilogramm und lebt 13 Jahre. Laut einer aktuellen Studie der TU Berlin verursacht dieser Hund in seinen 13 Jahren Lebenszeit insgesamt 8,2 Tonnen CO2. Das sind im Schnitt 600 Kilogramm im Jahr. Ein Mensch in Deutschland verursacht im Schnitt elf Tonnen pro Jahr. Riesig ist der CO2-Pfotenabdruck im Vergleich vielleicht nicht, aber mit Hinblick auf das Zwei-Grad-Ziel lohnt es sich, sich trotzdem mit der Zahl auseinanderzusetzen.

Grundsätzlich kann man als Vergleichswert die Empfehlung des Weltklimarats von einer umweltverträglichen CO2-Emission pro Jahr herbeiziehen. Und das wären zwischen 1,5 und 2 Tonnen pro Jahr pro Person auf der Welt. Und wenn jetzt ein Hund pro Jahr ungefähr 600 Kilogramm ausstößt, dann wäre das schon ein großer Anteil.

Kim Maya Yavor, Doktorandin am Institut für Technischen Umweltschutz an der TU Berlin

Kim Maya Yavor, Doktorandin am Institut für Technischen Umweltschutz an der TU BerlinFoto: SEE

Von den zwei Tonnen wären das zum Beispiel mehr als ein Viertel. Das heißt, Hundebesitzer müssten pro Hund 600 Kilogramm CO2 weniger ausstoßen.

Nachhaltige Hundehaltung

Das konventionelle Hundefutter stammt meistens aus Massentierhaltung, die negative Folgen für Umwelt und Klima hat. Um ein paar Emissionen einzusparen, könnte man also mehr Gemüse in die Ernährung integrieren. Diese Idee haben einige Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer weiterentwickelt: Einige ernähren ihre Begleiter inzwischen vegan. Auch Julia füttert ihre Hunde mit pflanzen- und gemüsebasierten Mahlzeiten.

Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man die eine Spezies lieben und umsorgen kann und dafür andere Spezies gequält und ermordet werden. Nur damit mein Hund was zu essen hat, wenn ich ihn auch vegan ernähren kann.

Julia

Julia

Für ihre Hunde hat sie sich eine Bedarfsration erstellen lassen. So weiß sie, welche Nährstoffe ihre Hunde brauchen. Diese können nämlich abhängig von Gewicht und Rasse variieren. Neben der Ernährung achtet sie auch auf nachhaltiges Spielzeug, Werkzeug wie Shampoo oder Hundekottüten.

Das ist zum Beispiel aus Resten der Möbelindustrie und aus Pappe. Das kann man mitnehmen und zusammenfalten. Damit kann man dann die Hinterlassenschaften des Hundes aufsammeln.

Julia

Welche Aspekte der Hundehaltung darüber hinaus die Umwelt beeinflussen, das erklärt Kim Maya Yavor von der TU Berlin. Julia erzählt, wie sie darauf achtet, dass ihre Hunde genügend Nährstoffe zu sich nehmen. detektor.fm-Redakteurin Lena Jansen hat sie besucht und mit ihr eine vegane Mahlzeit zubereitet. Davon erzählt sie detektor.fm-Moderatorin Sophie Rauch.