Mission Energiewende | Wie klappt die Verkehrswende?

E-Autos als Motor der Zukunft?

01.02.2018

Noch läuft die Elektromobilität noch nicht so gut, in den kommenden Jahren aber soll sich das ändern. Aber wie grün sind die Fahrzeuge eigentlich? Und wie sieht nachhaltiger Verkehr dann aus?

Mission Energiewende“ – Podcast zum Klimawandel und neuen Energielösungen in Deutschland. Eine Kooperation mit LichtBlick und WWF.


Alle reden von Verkehrswende. Elektroautos, Öffentlicher Personennahverkehr, Carsharing. All das klingt in der Theorie ziemlich gut. In der Praxis allerdings sind solche Konzepte schnell ernüchternd. Elektroautos sind heutzutage noch deutlich teurer als Benziner oder Diesel. Hinzu kommt, dass die Reichweite im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen eher gering ausfällt. Für viele ist ein E-Auto deswegen noch nicht sehr attraktiv.

csm_m.buchert_3_44803a4ee3Wir müssen jedes Projekt differenziert betrachten. Es muss da globale Nachhaltigkeitsstandards geben.Dr. Matthias Buchertforscht am Öko-Institut. Foto: Öko-Institut. 

Bus & Bahn: (k)eine Alternative?

Im ÖPNV sieht es auch nicht besser aus. Ständig sind die Straßenbahnen voll und schmutzig, die Bahn kommt immer, wenn man selbst fahren will, zu spät und überhaupt sind Busse so furchtbar unflexibel. Stimmt so natürlich nicht ganz, in der öffentlichen Wahrnehmung aber wirkt es so. Da können sich die Betreiber noch so viel Mühe geben – Begeisterungsstürme für umweltfreundlichen Verkehr lösen sie nicht aus.

In Ludwigsburg, einer mittelgroßen Stadt direkt vor den Toren Stuttgarts, ist man da deutlich begeisterungsfähiger. Die Stadt gilt als die nachhaltigste ihrer Größe. Die Verwaltung vor Ort fährt überwiegend elektrisch, sowohl im Auto als auch beim Fahrrad. Die Ladeinfrastruktur für E-Autos ist vergleichsweise gut, 20 öffentliche Stecker gibt es im Stadtgebiet.

E-Autos parken zudem kostenlos und selbst die Taxen rüsten langsam auf Strom um. Für das Konzept vom nachhaltigen Verkehr wurde die Stadt 2014 sogar mit einem Preis geehrt. So geht Verkehrswende, sagt man im grün-regierten Bundesland.

heinz handtrackWir haben inzwischen [...] 11 Car-Sharing-Stationen, die wir betreiben. [...] Ich denke, wir werden in der Summe auf 30 bis 35 Stationen kommen.Heinz Handtrackist in Ludwigsburg für den nachhaltigen Verkehr zuständig. 

E-Autos 1, Diesel 0

Dabei hat das E-Auto, je nachdem, wen man fragt, ein Imageproblem. „Auch nicht besser als ein Benziner“ soll es sein. Grund für diese Kritik ist der zugegebenermaßen noch sehr aufwendige Produktionsprozess der Batterie. Hier entsteht tatsächlich mehr CO2 als bei der Produktion eines Autos mit Verbrennungsmotor. Aber wie es mit den meisten Dingen so ist, gibt es auch bei E-Autos ein „Aber“. Fahren die Fahrzeuge später nämlich mit „grünem“ Strom, sind sie nahezu emissionsfrei – und das über Jahre.

Reicht das aber aus, um die schlechte Umweltbilanz der Produktion auszugleichen? Und wenn dem so ist, wie müssen wir den Verkehr verändern, um die Vorteil der Elektromobilität nutzen zu können? Um das herauszufinden ist detektor.fm-Redakteurin Rabea Schloz unter anderem nach Ludwigsburg gefahren – zwar nicht mit dem E-Auto, aber mit der Bahn, versteht sich.

Musik: GenesisScott Buckley – www.scottbuckley.com.au (CC BY 4.0)



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"Mission Energiewende" ist eine Kooperation mit dem Ökostromanbieter LichtBlick und dem WWF

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