Muttermilchbörsen im Internet – zu riskant?

06.03.2014

Muttermilch gibt es seit Januar 2014 auch im Internet zu erwerben: bei der ersten Online-Muttermilchbörse. Die wird jedoch von Fachärzten und Ärzteverbänden sehr kritisch beäugt. Was also tun, wenn die Muttermilch knapp ist?

Säuglinge brauchen die Liebe und Zuneigung ihrer Mütter. Foto: sabianmaggy |  flickr.comCC BY 2.0

In einem Punkt sind sich Mediziner einig: Muttermilch ist wichtig, damit Neugeborene Abwehrkräfte gegen Allergien und Infektionen aufbauen können. Dementsprechend groß ist die Angst vieler Mütter, wenn sie ihr Kind nicht stillen können, weil sie zu wenig oder gar keine Muttermilch produzieren.

Chef der Neonatologie an der Charité.Christoph BührerChef der Neonatologie an der Charité. 

Doch mittlerweile gibt es immer mehr Angebote, dem eigenem Kind trotzdem die wichtigen Nährstoffe zu geben: neben Muttermilchsammelstellen in Kliniken hat sich das Angebot nun auch an einen leichter zugänglichen Ort verbreitet.

Muttermilchbörse oder mit Ersatzmitteln füttern?

Im Januar startete die erste Muttermilchbörse im Internet. Doch wie groß sind die Risiken, wenn man die Milch anderer Mütter dem eigenen Nachwuchs zu füttern gibt? Und worauf sollte man hierbei achten?

Wir haben darüber mit Christoph Bührer von der Berliner Charité gesprochen.