N99 | Harald Martenstein über alte, weiße Männer und Debatten

"Hass nicht mit Gegenhass bekämpfen"

13.10.2018

Harald Martenstein schreibt Kolumnen und Bücher. Dafür wird er auch immer wieder scharf kritisiert. Ist er ein alter, weißer Mann?

Jeder lügt so gut er kann: Alternativen für Wahrheitssucher - Harald Martenstein

Harald Martenstein

Jeder lügt so gut er kann: Alternativen für Wahrheitssucher

(C. Bertelsmann Verlag, bereits erschienen)

Harald Martenstein, der Kolumnist

Harald Martenstein schreibt als Kolumnist für mehrere Zeitungen. Er schreibt für das Zeit Magazin und den TagesspiegelAußerdem hat er sowohl bei radioeins als auch beim NDR eine eigene Radiokolumne. Für seine Arbeit als Journalist hat er in den vergangenen Jahren mehrere Preise gewonnen. 2004 zum Beispiel ist er vom Medium Magazin zum Journalist des Jahres ernannt worden. Martenstein wird aber auch immer wieder kritisiert. Stefan Niggemeier beschrieb ihn einmal als Stellvertreter „für die sich für schweigend haltende Mehrheit weißer, heterosexueller, alter Männer, die die Welt nicht mehr verstehen“.

Wenn man meine Texte liest, wird man da wenig Verbitterung finden, würde ich behaupten. Ein bisschen konservativer bin ich schon geworden. Das hängt wahrscheinlich auch mit dem Lebensalter zusammen. – Harald Martenstein, ZEIT Magazin

Neben seiner Arbeit als Kolumnist schreibt Martenstein auch Bücher. In diesem Monat ist sein Werk „Jeder lügt so gut er kann: Alternativen für Wahrheitssucher“ bei Bertelsmann erschienen.

Es ist vollkommen unmöglich, irgendeine Position zu beziehen, ohne dafür angefeindet  zu werden. Wenn sie das Gegenteil schreiben, von dem, was sie denken, dann werden sie auch dafür angefeindet. – Harald Martenstein

„Jeder lügt so gut er kann“ – worum geht’s?

Der vielfach preisgekrönte ZEIT-Kolumnist Harald Martenstein ist einer der meistgelesenen Autoren Deutschlands. In seinen kurzen Texten wagt er sich immer wieder an die großen Themen der Gegenwart. Subjektiv, überraschend, oft sehr witzig. Es geht um politische Korrektheit, um Migration, Feminismus oder um scheiternde Utopien. Martenstein hat keine Angst davor, sich unbeliebt zu machen und dem Mainstream zu widersprechen. In Jeder lügt so gut er kann geht es aber auch immer wieder um das private Scheitern und Alltagsprobleme. Als Vater, als Berliner, als Mann oder Deutscher. Brillante Glossen – intelligent und amüsant. Bertelsmann

detektor.fm-Moderator Christian Bollert hat sich mit Harald Martenstein auf der Frankfurter Buchmesse über sein Buch und die gefühlte Spaltung des Landes unterhalten.


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