N99 | Phase XI – Hendrik Schwedt über Microfactory Lab

Wie wird aus einem Maker-Space eine Mikrofabrik?

02.11.2017

Flexibel, individuell, dezentral – diese Eigenschaften bestimmen die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert. Auch der Dienstleistungssektor kommt nicht umhin, sich mit diesen Entwicklungen außeinanderzusetzen. Das "Microfactory Lab" will dabei helfen. Was das genau bedeutet, darüber haben wir mit Hendrik Schwedt gesprochen.

Das Microfactory Lab

Das digitale Zeitalter revolutioniert alle Lebensbereiche. Flexibilität und Verfügbarkeit sind dabei wegweisende Größen dieser Entwicklung. Auch die Produktion muss sich an diese neuen Umstände anpassen. Das betrifft die Entwicklung, Herstellung und Verteilung von Produkten. Eben dieser Herausforderung stellt sich das Microfactory Lab. Im besonderen Fokus steht dabei nicht die industrielle Produktion, sondern der Herstellungsprozess im Maker-Space.

Die Makerbewegung hat sehr viel mit Kollaboration zu tun. Das heißt, es gibt eine Maker-Community, die zusammen Produkte entwickelt und zusammen arbeitet und das muss man jetzt mitdenken. – Hendrik Schwedt, Mitarbeiter des Microfactory Labs

Das Lab untersucht, wie Innovationen bei der Produktion mittels der Ideale der Kultur- und Kreativwirtschaft umsetzbar sind. Dabei sollen Effizienz, Individualität und hohe Qualität durch die dezentrale und digitale Produktion im Sinne einer Microfactory gewährleistet werden.

Der Schlüssel: dezentrale Produktion

Zentral ist die Vision der digital vernetzten „Smart Cities“. Diese sind dezentral strukturiert und gewährleisten die Güterversorgung zu jeder Zeit, an jedem Ort, mit dem geringsten Aufwand.

Du stellst dezentral die Designs zur Verfügung und gleichzeitig sorgst du aber auch dezentral für die Produktion und gehst in die Herstellerrolle. – Hendrik Schwedt

Zu diesem Zweck nimmt das Team des Maker Space Hafven in Workshops und Hackathons den Produktionsprozess von Anfang bis Ende auseinander und entwirft den innovativen „Maker Space von morgen“.

Phase XI des Kompetenzzentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft

In acht „IdeenLabs“ werden im Rahmen von „Phase XI“ des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes neue Ansätze für wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen gesucht. Kreative Macherinnen und Macher aus diversen Branchen haben in drei Monaten Antworten und erste Prototypen entwickelt. Ihre Ergebnisse sind auf der Frankfurter Buchmesse unter anderem an unserem gemeinsamen Stand N99 auf THE ARTS+ präsentiert und diskutiert worden. Am 1. Dezember treffen sich dann alle Teilnehmer noch einmal in Berlin.

detektor.fm-Moderator Christian Bollert hat mit Hendrik Schwedt vom Microfactory Lab auf der Buchmesse in Frankfurt über die Produktion der Zukunft, 3D-Drucker und selbst gießende Vasen gesprochen.


N99 | detektor.fm auf der Frankfurter Buchmesse

Vom 11. bis zum 15. Oktober sendet detektor.fm live von der Frankfurter Buchmesse. Ihr findet uns am Stand „N99“ auf der THE ARTS+. Dort treffen wir spannende Gäste und ihr könnt dabei sein: vor Ort, im Livestream oder im Podcast.

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