NASA ändert angeblich Sternzeichen

Glauben oder nicht glauben?

16.03.2017

Die Welle der Empörung ist groß, seit die NASA alle Sternzeichen geändert und sogar ein neues hinzugefügt habe. Wir haben mit Giulia Silberberger von der Initiative "Der goldene Aluhut" darüber gesprochen, warum Menschen überhaupt an Astrologie und Horoskope glauben.

Die NASA hat mein Sternzeichen geändert

Ein großer Aufschrei ist durch die Netzwelt und Frauenmagazine gegangen: Die NASA hat einfach alle Sternzeichen verschoben. 86 Prozent aller Menschen hätten ihr Leben lang eigentlich einem anderen Sternzeichen angehört. Und nicht nur das, es gäbe nun auch ein neues, dreizehntes Sternzeichen: den Schlangenträger.

Zum einen gibt es natürlich die, die sich da einen Spaß daraus machen, das Horoskop zu lesen. Das ist schließlich oft eine selbsterfüllende Prophezeiung. Man muss nicht einmal total horoskopgläubig sein, um sich dann zu freuen, wenn einem dann etwas schönes passiert. – Giulia Silberberger, Organisatorin des „Goldenen Aluhuts“

Dabei wollte die NASA den Sternzeichen eigentlich gar kein Update verpassen, sondern nur etwas Wissenschaft in die Debatte bringen. Denn als die Babylonier vor 3.000 Jahren den Himmel in zwölf gleiche Teile teilten, sah er noch etwas anders aus. Die zwölf Sternen-Konstellationen, welche den zwölf Monaten zugeordnet wurden, haben sich im Laufe der Jahrtausende verschoben. Grund dafür ist schlicht eine neue Position der Erdachse.

Tägliche Dosis Aberglaube

Als die Nachricht der geänderten Sternzeichen durch die Zeitschriften ging, sorgte dies für heftige Reaktionen bei vielen Menschen. Immerhin hätten sie dann die ganze Zeit falsche Horoskope gelesen.

Da wird der Glaube wieder verteidigt. Das ist wie, wenn wir vielleicht den Glauben an einen Gott verteidigen. Wenn es da irgendwas gibt, was an meinen Überzeugungen rütteln könnte, reagieren natürlich viele Menschen sehr allergisch drauf. – Giulia Silberberger

Dabei sollen die Erkenntnisse der NASA doch keinesfalls als neuer Standard übernommen werden. Denn die Astrologie ist schließlich keine Wissenschaft. Dennoch reagierten viele Menschen aufgeregt.

Warum das so ist, fragt detektor-fm Moderatorin Doris Hellpoldt Giulia Silberberger. Sie geht mit ihrer Initiative „Der goldene Aluhut“ leidenschaftlich, aber auch ironisch gegen Verschwörungstheorien vor.

Giulia SilberbergerViele sind einfach mit dem Informationsangebot und den ganzen verschiedenen ideologischen Ausrichtungen vollkommen überfordert. Die wünschen sich Anleitungen und eine gewisse Sicherheit. Da kann ein Horoskop sehr hilfreich sein.Giulia Silberbergergeht mit der Initiative "Der goldene Aluhut" gegen Verschwörungstheorien vor.