Netzhelden | Machtspiele in Beziehungen

Wer hat die Hosen an?

01.08.2016

Der Mensch ist ein soziales Wesen – eigentlich. Denn oft wollen wir vor allem unsere eigenen Interessen durchsetzen, auch in Liebesbeziehungen. Wie soll man mit Machtspielen in der Beziehung umgehen?

Kante trifft Dickkopf

Wenn zwei sich lieben, dann bedeutet das nicht immer eitel Sonnenschein. Denn wir alle haben so unsere Ecken und Kanten, und die legen wir auch nicht automatisch ab, wenn wir uns in einer Beziehung wiederfinden. Kommt zu der ein oder anderen Macke auch noch der entsprechende Dickkopf hinzu, sorgt das schnell für Konfliktpotenzial. Denn oft genug sind wir nicht dazu bereit, uns selbst mal zurückzunehmen und uns nach unserem Gegenüber zu richten. Im Prinzip ist das nichts anderes als ein Streben nach Macht und das spielt auch in der Liebe eine gehörige Rolle, so unromantisch das auch sein mag.

Die Machtspiele in der Beziehung

Ein Beispiel: Sagen wir mal, Sie sind in einer Beziehung und Ihr Partner oder Ihre Partnerin kommt chronisch zu spät. Ihnen geht das so richtig auf die Nerven. Sie sind schon länger zusammen und haben das Thema Pünktlichkeit bereits mehrfach angesprochen geändert hat sich aber nichts. Aus Trotz kehren Sie unbewusst eigene Marotten nach außen, die ihren Partner zur Weißglut bringen. Spätestens dann befinden Sie sich mitten in einem Machtkampf, an dem eine Beziehung zugrunde gehen kann.

Stille Machtkonflikte können zu einer völligen Entgrenzung voneinander führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden. – Till Eckert, Redakteur bei ze.tt

Warum vergessen wir in solchen Streitspiralen, wieso wir den anderen lieben? Und wie können wir diese Spiralen durchbrechen, ohne dass alles in einem großen Scherbenhaufen endet? Über diese Fragen hat sich Till Eckert von ze.tt Gedanken gemacht. In unserer Serie „Netzhelden“ erklärt er detektor.fm-Moderator Christian Eichler, worauf man achten sollte, damit Machtspiele in der Beziehung nicht zur Regel werden.

Till EckertMacht spielt in allen Formen des menschlichen Zusammenlebens eine Rolle – auch in Beziehungen. Till Eckertist Redakteur bei ze.tt. 

Redaktion: Simeon Schüz