Neue Regelung zu Tattoo-Entfernung

Einmal wegmachen, bitte!

06.08.2018

Der Bund plant eine neue Regelung zur Tattoo-Entfernung. Methoden gibt es viele. Welche Risiken gibt es dabei und worauf sollte man achten?

Risiko Tattoo-Entfernung

Jede zehnte Person in Deutschland hat ein Tattoo. Doch nicht alle sind mit den Ergebnissen zufrieden. Eine Tattoo-Entfernung kann die Lösung sein. Dabei sind die Risiken unterschiedlich hoch und die Erfolgsaussicht nicht immer garantiert.

Probleme treten dann auf, wenn das ungeübte Laien durchführen […] beziehungsweise wenn Geräte verwendet werden, die dafür nicht geeignet sind. – Philipp Babilas, Dermatologe und Gründer des Hautzentrums Regensburg

Bald nur noch Experten

Das notwendige Gerät für die Entfernung von Tätowierungen kann ganz einfach online bestellt werden. Deswegen gibt es immer mehr gewerbliche Anbieter, die Tattoos entfernen. Dabei bleibt oft undurchsichtig, ob ihre Methoden gesundheitlichen Standards genügen. Die Bundesregierung will dieser Praktik mit einer Neuregelung entgegentreten. Künftig sollen nur noch Fachärzte die Entfernung durchführen dürfen.

Schmerzhaft und langwierig

Doch auch durch Fachärzte wird die Behandlung nicht schmerzfreier. Manchmal braucht es mehrere Sitzungen, bis das ehemalige Lieblingstattoo nicht mehr zu sehen ist. Die Kosten können dabei sogar bis in den hohen dreistelligen Bereich klettern.

Wenn man Pech hat, dann wendet man acht, neun, zehn Sitzungen an und bestimmte Areale oder bestimmte Farbqualitäten lassen sich nicht wirklich beseitigen. – Philipp Babilas

Worauf man bei der Tattoo-Entfernung achten muss und welche Risiken sich ergeben können, hat detektor.fm-Moderatorin Bernadette Huber den Dermatologen Philipp Babilas gefragt. Er ist Gründer des Hautzentrums Regensburg.

Tattoo-EntfernungWas weitesgehenden ungeklärt ist oder wo noch Risiken lauern, das liegt eher in der Frage, was passiert mit den Farben, wenn ich die mit energiereicher Strahlung zerschieße.Philipp Babilasist Dermatologe und Gründer des Hautzentrums Regensburg. 

Redaktion: Nora Auerbach