Neue Studie über Integration von Migranten

Einwanderer arm und ungebildet? Die Fakten sehen anders aus

04.06.2014

15 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Eine neue Studie räumt jetzt mit Vorurteilen und Halbwissen auf. Wie steht es wirklich um die Integration in der Bundesrepublik?

Multikulti in Berlin. In der Hauptstadt treffen viele Kulturen aufeinander. Foto: Wolfgang | flickr.com | Lizenz | CC BY-ND 2.0

Funktioniert die Integration in Deutschland?

Deutschland ist ein attraktives Ziel für Migranten. Laut OECD-Ranking belegt die Bundesrepublik Platz 2 auf der Liste der beliebtesten Einwanderer-Länder. Gut, sagen die einen, denn schließlich herrsche in Deutschland Fachkräftemangel. Schlecht, sagen Politiker wie der ehemalige Innenminister Hans-Peter Friedrich, der die Angst vor einer Armutszuwanderung schürt – gerade aus den osteuropäischen Ländern. Wie steht es wirklich um die Integration in Deutschland?

Aufräumen mit Vorurteilen

Antworten bietet eine neue Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Die Untersuchung mit dem Titel „Neue Potentiale – Zur Lage der Integration in Deutschland“  zeigt: Das Bildungsniveau von Zuwanderern ist in der Regel sehr hoch.

Darüber und über weitere Ergebnisse der Studie  sprechen wir mit der Mitherausgeberin Franziska Woellert.

Franziska Woellert"Von einer massiven Armutseinwanderung zu sprechen, halten wir nicht für gerechtfertigt."Franziska WoellertMitautorin der Integrationsstudie "Neue Potentiale – Zur Lage der Integration in Deutschland"