Mehr Schutz für Tiere? Die Novelle des Tierschutzgesetzes

13.12.2012

Es geht um das Wohl von Ferkeln, Pferden und Wildtieren. Mit der Novelle des Tierschutzgesetzes will der Bundestag die Lebensbedingungen von Tieren verbessern. Doch wie wirksam sind die Veränderungen?

20 Millionen Ferkel werden jedes Jahr in Deutschland kastriert - bald soll das ohne Betäubung verboten sein. Foto © Nigel Treblin/dapd

leitet die Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Tierschutzbund e.V.Marion Dudlaleitet die Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Tierschutzbund e.V. 

Seit zehn Jahren steht der Tierschutz im Deutschen Grundgesetz. Damit sollten nicht nur die natürlichen Lebensbedingungen, sondern auch die Tiere selbst durch den Staat rechtlich geschützt werden.

Doch nicht immer decken sich Theorie und Praxis – das trifft auch auf das Tierschutzgesetz zu.  Deswegen stimmt der Bundestag am Donnerstagabend über eine Erneuerung des Gesetzes ab.

Danach sollen zum Beispiel Versuchstiere besser geschützt werden, betäubungslose Kastration bei Ferkeln und der so genannte Schenkelbrand bei Pferden verboten werden. Außerdem wird über ein Verbot von Wildtieren im Zirkus abgestimmt.

Detektor.fm-Redakteurin Karolin Döhne erklärt im Studiogespräch die Details der Novelle und die Kritik an den Neuerungen, wie sie zum Beispiel Marion Dudla vom Deutschen Tierschutzbund übt.

„Die Bundesregierung lässt sich von wirtschaftlichen Interessen leiten. Die Lobbyisteneinflüsse gehen wirklich bis in den Bundestag rein.“ (Marion Dudla)