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Organspenden – Was ändert sich für Spender und Empfänger?

Nach dem neuen Transplantationsgesetz sollen alle Deutschen ab 16 Jahren befragt werden, ob sie einen Organspendeausweis wollen. Das Gesetz hat der Bundestag heute beschlossen. Kritiker beklagen jedoch, dass zuviel Druck auf die Bevölkerung ausgeübt wird.

Christa Wachsmuth - Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO)

Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO)
Christa Wachsmuth

Etwa 12.000 Menschen warten in Deutschland momentan auf ein Spenderorgan. Rund drei Viertel der Bevölkerung befürworten Organspenden, jedoch besitzt nur die Minderheit auch einen Spenderausweis. Derzeit können Organe nur dann entnommen werden, wenn der potentielle Spender einen Organspendeausweis mit sich führt.

Das neue Transplantations-Gesetz besagt, dass jeder Bundesbürger ab 16 Jahren regelmäßig durch die Krankenkassen befragt wird, ob er zur Organspende bereit ist. Doch viele sind sich unsicher, wie eine Organspende abläuft. Christa Wachsmuth, geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation, fordert mehr Informationen. Dadurch könnten Sorgen und Vorurteile ausgeräumt werden.

Im Gespräch erklärt sie, ob für sie die Neuregelung des Transplantationsgesetzes helfen kann, mehr Menschenleben zu retten.

Christa Wachsmuth zur Neuregelung des Transplantationsgesetz 05:58