Personalnot an deutschen Hochschulen

Professoren sind Mangelware

15.07.2014

Geld, Platz und Personal sind Mangelware an deutschen Hochschulen. Besonders Professoren werden dringend gebraucht. Mittlerweile betreut an den deutschen Hochschulen im Schnitt jeder Professor 64 Studierende. Tendenz steigend...

Ein gängiges Bild an deutschen Hochschulen, wenn der Vorlesungssaal mal wieder zu voll ist. Foto: AFP

Übervolle Hörsäle, Büchermangel in den Bibliotheken und lange Wartezeiten bei Professoren: den deutschen Hochschulen mangelt es an vielem, vor allem an Personal.  Die Zahl der Studierenden nimmt stetig zu, doch die Zahl der Professoren ist nahezu gleich geblieben. Das führt dazu, dass sich ein Professor um immer mehr Studenten kümmern muss. An Spitzenunis, z.B. in der Schweiz und den USA, kommen durchschnittlich acht bis zehn Studenten auf einen Professor – in Deutschland sind es acht Mal so viele.

Tausende neue Hochschullehrer werden gebraucht

Der Wissenschaftsrat schlägt nun Alarm: Die deutschen Universitäten brauchen in den kommenden Jahren mehrere Tausende neue Hochschullehrer. Für Wissenschaftler gebe es allerdings keine Anreize diesen Berufsweg einzuschlagen. Die Stellen seien meist nur befristet und schlecht bezahlt eine sichere Lebensplanung kaum möglich. Über Forderungen des Wissenschaftsrates und wie es um die deutschen Hochschulen bestellt ist, haben wir mit Manfred Prenzel gesprochen. Er ist Bildungsforscher und Vorsitzender des Wissenschaftsrates.

Manfred Prenzel"Der Wissenschaftsrat hat beireits im Jahre 2008 darauf aufmerksam gemacht, dass viertausend Professuren fehlen, aufgrund der steigenden Studierendenzahlen. Leider ist seitdem in dieser Richtung nicht wirklich was bemerkbares passiert."Manfred Prenzelist Bildungsforscher und Vorsitzender des Wissenschaftsrats. Foto: facesbyfrank