Prominente Todesfälle und der Umgang mit Gina-Lisa Lohfink

Warum sterben mehr Promis? Weil es mehr Promis gibt!

29.06.2016

Erst Götz George, dann Bud Spencer. Wieder sind innnerhalb kurzer Zeit zwei Prominente gestorben. Warum sterben in diesem Jahr so viele Promis, und wie sollten die Medien damit umgehen? Außerdem: Der Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink geht weiter. Und das Model bekommt plötzlich große Unterstützung. Warum polarisiert der Fall so sehr? Für taz-Redakteurin Anne Fromm sind das zwei Debatten der Woche.

Erst Götz George, dann Bud Spencer. Wieder sind innnerhalb kurzer Zeit zwei Prominente gestorben. Warum sterben in diesem Jahr so viele Promis, und wie sollten die Medien damit umgehen? Außerdem: Der Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink geht weiter. Und das Model bekommt plötzlich große Unterstützung. Warum polarisiert der Fall so sehr? Für taz-Redakteurin Anne Fromm sind das zwei Debatten der Woche.

Promi-Tode häufen sich

Sonntagabend wurde der Tod von Götz George bekannt. Der Schauspieler starb mit 77 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Keine 24 Stunden später stirbt mit Bud Spencer der nächste Prominente. Der Italiener Carlo Pedersoli, wie er eigentlich hieß, wurde 86 Jahre alt.

Damit geht das Jahr der vielen Promitode weiter. Götz George und Bud Spencer reihen sich ein in eine Liste, die mit Achim Mentzel und David Bowie begonnen hatte und sich später unter anderem mit Umberto Eco, Roger Willemsen, Guido Westerwelle, Hans-Dietrich Genscher, Roger Cicero und Prince fortsetzte.

taz-Medienredakteurin Anne Fromm sieht darin gerade für die Medien eine Herausforderung. Denn es werden wohl noch mehr Prominente sterben.

Fall Gina-Lisa polarisiert

Der Fall mit Model Gina-Lisa Lohfink im Zentrum polarisiert. Sie wirft zwei Männern vor, sie vor vier Jahren vergewaltigt zu haben, und steht deswegen vor Gericht. Vorgeworfen wird ihr Falschbeschuldigung.

In dieser Woche wurde der Prozess gegen die 29-Jährige fortgesetzt. Und plötzlich erfährt Gina-Lisa Lohfink eine große Unterstützungswelle. Vor dem Gericht demonstrierten dutzende, vor allem Frauen, die sich „Team Gina-Lisa“ nennen. Anne Fromm findet bemerkenswert:

… dass dieser Gina-Lisa-Fall Leute zusammenbringt, die schon lange nicht mehr zusammen für eine Sache gekämpft haben, nämlich Feministinnen jeden Alters und jeder Sozialisation.

Die neu aufgeflammte Debatte ums Sexualstrafrecht betrachtet Anne Fromm aber nicht allein als Verdienst von Gina-Lisa.

Sie ist sozusagen zum Gesicht für dieses Gesetz geworden.

detektor.fm-Moderator Christoph Dziedo im Gespräch mit taz-Redakteurin Anne Fromm über die Debatten der Woche:

begnete in Dublin verärgerten Demonstranten.Wenn erstmal diese ganze Rolling-Stones-Generation stirbt, dann werden wahrscheinlich jeden Tag oder wöchentlich solche Meldungen kommen.Anne Frommist Medien-Redakteurin bei der taz.