Rechtsextremismus: Ein ostdeutsches Problem?

01.10.2012

Das Klischee sagt es – und nun auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich: Die neuen Bundesländer haben ein Problem mit Rechtsextremen. Friedrich warnt in einem Interview vor einer Unterwanderung Ostdeutschlands durch Neonazis. Sind Rechtsextreme im Osten tatsächlich tiefer verwurzelt?

In den alten Bundesländern wird offener zu Protesten gegen Nazis aufgerufen. Foto: © Paul Zinken/dapd

findet, dass Rechtsextremismus in Ostdeutschland definitiv ein größeres Problem ist. Foto: © Gerrit HahnToralf Staudfindet, dass Rechtsextremismus in Ostdeutschland definitiv ein größeres Problem ist. Foto: © Gerrit Hahn 

Der Osten hat ein Nazi-Problem – so zumindest das weit verbreitete Klischee.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat es am Wochenende erneut aufgerollt: Im Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ warnt Friedrich vor Neonazis in Ostdeutschland. Diese würden in einigen Landstrichen das gesellschaftliche Leben komplett unterwandern.

Kritiker zeigen sich empört über die Aussagen des Bundesinnenministers: Rechtsextremismus sei ein gesamtgesellschaftliches und kein speziell ostdeutsches Problem.

Ob Nazis in Ostdeutschland tatsächlich tiefer verwurzelt sind oder ob es sich dabei nur um ein hartnäckiges Vorurteil handelt, besprechen wir mit dem Journalist und Autor Toralf Staud.

Rechtsextremismus: Ein größeres Problem in Ostdeutschland?