Rechtsextremismus in Dortmund

Neonazi-Strukturen - mehr als ein ostdeutsches Problem

18.06.2014

Rechtsextremismus ist in der Region rund um Dortmund ein Dauerthema. Erstmals zieht in den Dortmunder Stadtrat nun ein Mitglied der Partei "Die Rechten" ein. Wird die Stadt zur Hochburg der Neonazi-Szene?

Rechtsextreme gehören in Dortmund immer häufiger zum Stadtbild. Foto: flickr.com | CC BY-SA 2.0

Hochburg der rechten Szene

Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gelten in Deutschland als Hochburgen für Nazis. Doch auch im Westen gibt es eine starke rechte Szene. Denn wer bei Rechtsextremismus nur an Ostdeutschland denkt, täuscht sich. Das Ruhrgebiet und vor allem Dortmund wird immer mehr zu einer Hochburg von Rechtsextremen.

Rechte im Stadtrat

Führende Neonazis in Dortmund gehören zu den „Autonomen Nationalisten“ der ersten Stunde. Einer von ihnen sitzt seit neuestem im Dortmunder Stadtrat.

Siegfried Borchardt, der auch SS-Siggi  genannt wird, ist mehrfach vorbestraft und saß unter anderem wegen Körperverletzung und Volksverhetzung im Gefängnis. Das Rechte in Dortmund ein Problem sind, konnte man zuletzt auch sehen, als Nationalsozialisten das Dortmunder Rathaus stürmten.

Neonazis prägen Stadtbild

Wieso Rechtsextremismus in Dortmund ein immer größeres Problem wird, haben wir Jan Schedler gefragt. Er ist Politikwissenschaftler und Dozent an der Ruhr Universität Bochum.

Das Ganze ist historisch gewachsen. Das ist keine Entwicklung der letzten ein, zwei Jahre. Dortmund ist schon seit den 80er Jahren ein Schwerpunkt neonazistischer Aktivitäten gewesen.Jan Schedlerist Politikwissenschaftler und Dozent an der Ruhr Universität Bochum.