Russisch Brot | Heimvorteil?

"Man will sich nicht blamieren"

02.07.2018

Wenn man sich auch bisher über die defensiven Gruppenspiele bei dieser WM geärgert hat, die Achtelfinals halten bisher, was sie versprechen. Uruguay wirft Portugal raus. Russland danach den Favoriten Spanien. Haben sie einen Heimvorteil?

Russisch Brot ist der Podcast zur Fußball-WM 2018 von der taz und detektor.fm. Und wer die taz kennt, weiß, dass es um mehr als Videobeweis, Taktiken und vergebene Chancen gehen kann. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf alles was passiert in Russland – auf und neben den Plätzen.


Heimvorteil – gibt es ihn wirklich?

Oder was ist das, was die Russen dazu bringt, einen Favoriten wie Spanien aus dem Turnier zu befördern? Denn nachdem die russische Nationalmannschaft zwar mit zwei deutlichen Siegen weiter ins Achtelfinale gezogen ist, hieß es, die Gruppe sei leicht gewesen. Demnach hatte wahrscheinlich auch nahezu keiner auf dem Zettel, dass Russland gegen einen Favoriten wie Spanien bestehen könnte.

Haben sie aber. Über 120 Minuten konnten die Russen das 1:1 halten und so ging es auf den Elfmeterpunkt. Und dort hatte die russische Mannschaft von irgendwas ein bisschen mehr. Wille? Glück? Heimvorteil? Mit einem Treffer mehr zogen sie, und nicht Spanien, ins Viertelfinale ein.

Man will offenbar vor den Zuschauern des eigenen Landes ganz besonders erfolgreich sein. Man will sich – ich glaube darauf kommt es wirklich an – nicht blamieren. – Jan Feddersen, taz

Währenddessen demonstrieren aber auch russische Bürger gegen die Erhöhung des Rentenalters. Und zwar von 55 auf 63 Jahre bei Frauen und von 60 auf 65 Jahre bei Männern. Auch Steuererhöhungen soll es geben.

taz-Korrespondent Andreas Rüttenauer erzählt von der ausgelassenen Stimmung in Russland. Es wird gefeiert und getanzt. Gleichzeitig sollen aber Steuern und das Rentenalter erhöht werden und es gibt Proteste. Über das Wochenende der Fußball-WM in Russland und die zwei Seiten, die sich dort gezeigt haben, hat Jan Feddersen von der taz mit detektor.fm-Moderatorin Barbara Butscher gesprochen.

Alle Folgen können Sie von Montag bis Freitag ab 10.15 Uhr im detektor.fm-Wortstream hören und jederzeit und überall im Podcast „Russisch Brot“.


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