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In Wuppertal können Verbraucher sich ihren Ökostromproduzenten selbst aussuchen. Foto: https://flic.kr/p/9ETZJq | CC BY-SA 2.0 | Daniel Bönnighausen / flickr.com

Stadtgespräch | Wuppertal: Direktvermarktung Ökostrom

Grüner Strom von nebenan

Woher kommt mein Strom? Die Stadtwerke Wuppertal haben jetzt ein Konzept entwickelt, bei dem die Verbraucher Ökostrom direkt kaufen können – sozusagen vom Windrad nebenan.

Ökostrom aus der Region

Die Stadtwerke Wuppertal haben ein Konzept entwickelt, bei dem Verbraucher ihren Ökostrom direkt von lokalen Anbietern kaufen können. Auf Tal.Markt, einer Internetseite der Wuppertaler Stadtwerke, können sich die Verbraucher ein Öko-Kraftwerk aus der Umgebung aussuchen. Von diesem können sie dann ihren Strom beziehen.

Das Ganze ist eine internetbasierte, digitale Plattform. Dort kann man sich das Angebot anschauen und wie auf einem Wochenmarkt bei einzelnen Produzenten Strommengen bestellen. Andreas Brinkmann, Energieexperte bei den Wuppertaler Stadtwerken

Dabei können die Wuppertaler zwischen umweltfreundlichen Energien aus einer Solaranlage, einer Biogasanlage oder einem Windrad aus der Region wählen. Falls kein Wind weht oder keine Sonne scheint, übernehmen die Wuppertaler Stadtwerke die Energieversorgung, ebenfalls mit Ökostrom.

Blockchain-Technologien

Das Konzept bedient sich der Blockchain-Technik, bisher vor allem bekannt von der Krypto-Währung Bitcoin. Blockchain ist eine moderne Form der Datenerhaltung, die Transaktionen zwischen Parteien dezentral erfasst. Im Fall der Ökostrom-Versorgung in Wuppertal wird alle 15 Minuten registriert, wie viel Strom von welchem Produzenten zu welchem Anbieter geflossen ist. Und zu welchem Preis. Verträge und Lieferungen werden automatisch durchgeführt.

Im Grunde ist es ein digitales Verfahren, um nachweisen zu können, wie zwischen zwei Parteien eine Vereinbarung erfüllt worden ist. Wir können damit zeigen, dass in der Stunde x die Kilowattstunde von dem Produzenten A zu dem Konsumenten B transportiert worden ist. Andreas Brinkmann

Dennoch kann die Technik nicht alles regeln, beispielsweise wenn eine Anlage nicht so viel Strom liefert wie geplant.

Warum kaum jemand das Verfahren bisher nutzt und welche Vorteile es bietet, erklärt Energieexperte Andreas Brinkmann von den Wuppertaler Stadtwerken. Mit ihm spricht detektor.fm-Moderatorin Astrid Wulf im Interview.

Andreas Brinkmann  - arbeitet bei den Wuppertaler Stadtwerken.

arbeitet bei den Wuppertaler Stadtwerken.©WSW-th-160429
Wir hoffen, dass unser Modell Anklang findet und möglichst viele sich dafür interessieren – sowohl auf der Verbraucher- als auch auf der Produzentenseite.Andreas Brinkmann
Stadtgespräch: Direktvermarktung von Ökostrom 06:50

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Redaktion: Amelie Berboth

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