Stadtgespräch: Leipziger Pfarrer Führer verstorben

Er war die Galionsfigur der Friedlichen Revolution

01.07.2014

Leipzig feiert 25 Jahre Friedliche Revolution. Auch die Montagsdemanstrationen waren es, die die Menschen mobilisiert haben, sich gegen den maroden sozialistischen Staat aufzulehnen. Angeführt hat die Bewegung in Leipzig der Pfarrer der Nikolaikirche Christian Führer. Jetzt müssen sich die Leipziger und alle anderen von ihm verabschieden.

Pfarrer Führer hat sich bis zuletzt für die Benachteiligten stark gemacht. Foto: Marco Schulze CR LeipzigSeiten / CC-by-sa 3.0/de

Wenn es einen gibt, der als Galionsfigur der Montagsdemonstarationen in Leipzig gesehen wird, dann ist es Pfarrer Christian Führer.

Er war 1989 Pfarrer in der Nikolaikirche zu Leipzig und hat die Friedliche Revolution dort angeführt. Bis in die letzten Jahre blieb er aktiv – gegen Ausländerfeindlichkeit und Hartz IV hat er sich stark gemacht. Erst vor ein paar Tagen bekam er unter anderen den Deutschen Nationalpreis verliehen, für seine Verdienste um die deutsch-deutche Vereinigung.

Gestern ist Christian Führer er im Alter von 71 Jahren verstorben. Für die Leipziger ist es ein trauriger Moment.

Frank Richter war in den Wendejahren 1989/1990 ebenfalls aktiv: als Kaplan und Mitbegründer der Gruppe der 20. Stellvertretend für alle Demonstranten des Herbstes ’89 nahm er 1991 den Europäischen Menschenrechtspreis entgegen. Heute ist Frank Richter Direktor der Sächsichen Landeszentrale für politische Bildung – wir sprechen mit ihm über seine Erinnerung an Christian Führer.

war zur Wendezeit als Jugendpfarrer in Dresden aktiv.Frank Richterwar zur Wendezeit als Kaplan in Dresden aktiv.