Stadtgespräch | Kölner gegen Holzkohle-Kebab

Klage wegen Feinstaub

09.01.2019

Der praktische Dönerladen um die Ecke sorgt bei Kölner Bürgern für Unmut. Das Grillen mit Holzkohle verursacht Feinstaub, sagen Anwohner in Vierteln mit vielen Dönerläden. Aber was genau hat es damit auf sich?

Anwohner gegen Holzkohle

In der Weidengasse in Köln gibt es fünf Dönerläden, bald sind es sechs. Mehr Auswahl für das schnelle Essen zwischendurch könnte man sagen. Aber Anwohner der Straße scheinen das weniger praktisch zu finden. Denn immer mehr Dönerläden grillen mit Holzkohle. Und diese Grills sorgen für Luftverschmutzung durch Feinstaub. Die betroffenen Bürger haben sich zu der Initiative „Leuchtturmprojekt Weidengasse: Dönerrestaurants mit sauberer Luft“ zusammengeschlossen und drohen mit einer Klage gegen die Ladenbesitzer.

Das ist ein vergleichsweise neues Problem, weswegen es noch keine gesetzlichen Bestimmungen gibt, die die Emissionen regeln. – Burkhard Wennemar, Vorsitzender des Bürgervereins Eigelstein

Bürgerverein vermittelt

Der Bürgerverein Eigelstein versucht zwischen den Parteien zu vermitteln. Gemeinsam suchen alle nach einer Lösung für den Streit. Sie schlagen zum Beispiel Filter für die gesundheitsgefährdenden Partikel aus den Holzkohlegrills vor. Die Dönerladenbesitzer zeigen sich in den Gesprächen kooperativ.

HolzkohlegrillsEs ist eine neue Mode, dass immer mehr Dönerläden mit Holzkohle grillen.Burkhard Wennemarvermittelt als Vorsitzender des Bürgervereins Eigelstein zwischen Ladenbesitzern und Anwohnern. 

Über den Streit um Holzkohlegrills in der Weidengasse hat detektor.fm-Moderatorin Bernadette Huber mit Burkhard Wennemar vom Bürgerverein Eigelstein geredet.

Redaktion: Mona Kellermann