Stadtgespräch | SPD Flensburg will Grundeinkommen testen

Ein festes Einkommen für jeden?

24.01.2018

Ein Leben ohne Sorgen - die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens begeistert viele Menschen. So auch die SPD in Flensburg. Sie würde die Auswirkungen eines festen Grundeinkommens gerne an einer repräsentativen Gruppe testen.

Ein Grundeinkommen

Die Jamaika-Regierung in Schleswig-Holstein will  in Zukunft über neue Absicherungsmodelle diskutieren: Dazu gehören zum Beispiel ein Bürgergeld, neue Formen von sozialer Sicherungssystemen oder ein Grundeinkommen.  Die SPD in Flensburg könnte es sich gut vorstellen, monatlich einen festes Grundeinkommen an einige Bewohner zu verteilen.

Es hat sich gezeigt, dass ganz viele Flensburgerinnen und Flensburger bereit sind, ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Sie haben viel gemacht, ohne dass sie Geld dafür bekommen haben. – Florian Matz, SPD Flensburg

Motivation zur Weiterbildung

Eine repräsentative Gruppe von Anwohnern würde monatlich einen festen Betrag erhalten. Egal ob diejenigen arbeitslos, in der Ausbildung oder Vollzeit beschäftigt sind. Wie hoch der Betrag sein soll, steht noch zur Diskussion. In Flensburg gibt es momentan viele Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger. Das bedingungslose Grundeinkommen könnte ihnen helfen, sich weiterzubilden oder wieder besser am Leben teilzunehmen.

Ich bin überzeugt davon, dass man auch bei den Arbeitslosen das eigene Engangement fördern kann, für sich selber was zu tun. Dass sie zum Beispiel auch sagen: ‚Ich mach ein Studium‘ oder ‚Ich mach eine neue Ausbildung‘. – Florian Matz

Ob es soweit kommt, ist allerdings noch unklar. Finanziert werden könnte das Grundeinkommen in Flensburg zum Beispiel mit der Abschaffung des Grundfreibetrages beim Einkommen, so ein Vorschlag von Florian Matz.

Florian Matz von der SPD Flensburg hat mit detektor.fm-Moderatorin Juliane Neubauer über die Planung zum Feldversuch des bedingungslosen Grundeinkommens in Flensburg gesprochen.

Foto_Florian_MatzIch hab ganz ganz viele positive Rückmeldungen bekommen (...) aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Aus dem kirchlichen Bereich, aus dem Arbeitgeberlager, insbesondere aber auch aus der Start-Up-Community hier in Flensburg.Florian Matzist Kreisvorsitzender der SPD Flensburg. 

Redaktion: Amelie Berboth


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