Stadtgespräch | Waste Watcher fahnden in Hamburg

Auf frischer Tat ertappt!

27.02.2019

Seit gut einem Jahr sind in Hamburg die sogenannten Waste Watcher unterwegs. Sie ermahnen Passanten, die ihren Müll einfach auf den Boden werfen. Das kann sogar zu Bußgeldern führen. Wir sprechen mit einem Waste Watcher über diese Strategie, dem Müllproblem zu begegnen.

Der Dreck muss weg

Zigarettenstummel, Kaffeebecher, Hundekot. Kein schöner Anblick. Trotzdem sind die Straßen in den deutschen Großstädten voll damit. Denn vielerorts kommen die Stadtreinigungen gar nicht mehr hinterher, all das wegzuräumen, was Passanten achtlos auf den Boden geworfen haben.

Die häufigste Müllsünde, die begangen wird, ist die Zigarette, die unachtsam weggeworfen wird. Und das ist ein riesiges Problem. – Robert Dahlke, Waste Watcher

Waste Watcher

Hamburg reicht es mit dem Hinterhergeputze. Deshalb gibt es in der Stadt 30 sogenannte Waste Watcher. Als eine Art Müllpolizei sind sie in Hamburg unterwegs und verwarnen Leute, die Müll absichtlich fallen lassen. Dadurch möchten sie Menschen dazu anregen, mehr auf eine saubere Umwelt zu achten. Waste Watcher können die Müllsünder außerdem bei der Bußgeldstelle melden. Diese kann dann Strafgelder verhängen. Die Höhe variiert je nach Schwere des Verbrechens. So kostet eine achtlos weggeschmissene Zigarette zum Beispiel circa 20 Euro.

Immer da, wo es nötig ist

Häufig reicht aber auch schon allein die Präsenz der Waste Watcher, damit weniger Müll auf dem Boden landet. Dabei ist Hamburgs Müllpolizei nicht nur in der Innenstadt aktiv. Es gibt auch eine Stadtreinigungsapp, in der Bürger auf Müllprobleme aufmerksam machen können. Dann kommen die Waste Watcher und kümmern sich darum. Ihre Arbeit hat insgesamt dafür gesorgt, dass Hamburg sauberer geworden ist.

Die Straßen sind jetzt deutlich sauberer. Das können Sie sich gar nicht vorstellen. Das freut uns sehr. – Robert Dahlke

detektor.fm-Moderatorin Eva Morlang spricht mit dem Waste Watcher Robert Dahlke über seine Arbeit.

Waste WatcherEs ist sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Leute sind. Manche sind sehr einsichtig und freundlich. Trotzdem gibt es auch Ausfälle. Robert Dahlkeist Waste Watcher in Hamburg und spricht mit uns über seine Arbeit. 

Redaktion: Maria Zahn