#thotaudit: Kampagne gegen Sexarbeit

Hass gegen Frauen?

06.12.2018

Durch das Versenden von erotischen Bildern im Internet Geld machen? Unter dem Hashtag #thotaudit vereinen sich Personen, die solche Inhalte gezielt melden. Was ist die Motivation dahinter?

Erotische Bilder im Internet verkaufen

Viele Frauen verdienen sich durch das Versenden von erotischen oder sexuellen Inhalten im Internet ihr Geld. Sie stellen Fotos von sich online und bekommen dafür Geld. Nicht alle finden das gut – es geht ihnen aber nicht zwangsläufig um einen geschützten und regulierten Rahmen für Sexarbeit. Vielmehr geht es darum, die Frauen zu diffamieren und ihre Lebensgrundlage zu zerstören.

#thotaudit

Internetuser nutzen derzeit die Gelegenheit, um die Sexarbeiterinnen auf Portalen wie Snapchat anzuschwärzen. Dort verkaufen Frauen immer wieder den Zugang zu ihren Konten, um sexuelle Inhalte anzubieten. Nutzer überweisen den Frauen per PayPal Geld, um sich die Bilder dann anschauen zu können. „Gekennzeichnet“ werden solche Konten derzeit unter dem Hashtag #thotaudit. Der steht für „That hoe over there“, sinngemäß also etwa: Die Schlampe da! Die Reaktionen darauf kommen ohne Verzögerung: Die PayPal-Konten der Frauen werden sofort aufgrund von „Adult Content“ gesperrt.

Hinter #thotaudit stehen Männer, die Frauen teilweise nicht als Menschen betrachten. Frauen werden die Menschenrechte abgesprochen. – Chris Köver von netzpolitik.org

Was sind die Konsequenzen einer solchen Diffamierung? Darüber spricht detektor.fm-Moderatorin Barbara Butscher mit der Netzpolitik.org-Journalistin Chris Köver.

Chris Köver ist Journalistin und Feministin.Es geht den Männergruppen hinter #thotaudit darum, Sexarbeiterinnen auszulöschen.Chris Köverist Journalistin und Feministin. 

Redaktion: Helene Mardicke


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