Topf voll Gold | Verschwundene Tochter von Al Bano und Romina Power

Der Krimi um Ylenias Verschwinden

18.12.2015

So kurz vor Weihnachten versprüht die Welt der Stars und Sternchen alles andere als Besinnlichkeit. Vorige Woche titelte "Die Aktuelle“ mit schrecklichen Weihnachten für die Angehörigen von Michael Schumacher, nun schreibt die "Neue Welt" über den Familienkrimi um Al Banos Tochter.

Sie verkörperten in den 70er und 80er Jahren das Traumpaar der Schlagerszene: Romina Power, Tochter des Hollywood-Stars Tyrone Power, und Al Bano, Italiener aus Apulien. Mit Felicita, der Hymne unter den italienischen 70er Schnulzen, werden sie schließlich weltberühmt. Sie besingen das Leben und das Glück. Ihr eigenes hält jedoch nicht lang: Die gemeinsame Tochter Ylenia verschwindet plötzlich. Seit 1994 fehlt jede Spur.

Ylenia studiert zu dieser Zeit Literatur und möchte nach ihrem großen Vorbild Jack Kerouac die Welt erkunden. Erst wird sie in Europa vermutet, dann in den USA. Lange Zeit wollen ihre Eltern einen möglichen Tod nicht in Betracht ziehen. Die Ehe der beiden hält dem Schmerz nicht stand.

Neue Spur: Happy Face-Killer

Nun soll es neue Entwicklungen geben: Nachdem die Ermittler aus Florida den Fall nicht zu den Akten legen wollten, haben sie die italienischen Kollegen für weitere Untersuchungen beauftragt. Die nehmen DNA-Proben von Al Bano und Romina Power und ihren gemeinsamen Kindern. Die Probe soll mit der DNA einer Frauenleiche verglichen werden, die von einem Serienmörder – „Happy Face Killer“- erdrosselt wurde. Bisher hielt man sie für Ylenia.

Der sogenannte „Happy Face Killer“ – ein Serienmörder, der seine Briefe stets mit einem Smiley versehen hatte, wurde 1995 festgenommen. Der Lkw-Fahrer hatte eine Tramperin umgebracht. Das Phantombild der Leiche ähnelte Ylenia sehr stark.

Kein Ende in Sicht

Über 20 Jahre ist das Verschwinden nun her. Es wird zu einem Familienkrimi für die Öffentlichkeit. Bis heute füttert der Familienkrimi Seitenweise die Regenbogenpresse. Über den neusten Verdacht der „Neuen Welt“ hat detektor.fm-Moderator Alexander Hertel mit Mats Schönauer und Moritz Tschermak vom Topf voll Gold gesprochen.

Ihre größte Leidenschaft: KlatschpresseBei diesem Fall ist die Realität doch schon verrückt genug, dass man gar nicht mehr viel dran rumdrehen muss. Das hält die "Neue Welt" aber natürlich trotzdem nicht davon ab, weiter noch Profit daraus zu schlagen und die Geschichte doch noch aufzublasen.Moritz Tschermak und Max Schönauerbetreiben zusammen das Blog "Topf voll Gold". 

Redaktion: Zülal Yildirim


Die Regenbogenpresse in Deutschland ist heiß, aber nur heimlich begehrt. Alltagssituationen, aufgeblasen zu dramatischen Seifenopern der Regenbogen-Realität. Für ihren Blog Topf voll Gold wühlen sich Mats und Moritz Woche für Woche durch die deutsche Regenbogenpresse. Zwei Journalisten auf der vergeblichen Suche nach Seriosität.