Topf voll Gold | Amadeus Becker im Fokus

Lilly und Boris gehen getrennte Wege

21.12.2018

Boris und Lilly Becker haben sich nach 13 Jahren Ehe getrennt. Nun lichtet "Die Aktuelle" den Sohn Amadeus als Story auf der Titelseite ab. Geht die Regenbogenpresse damit zu weit?

Amadeus Becker als Titelstory

Nach 13 Jahren Ehe haben sich Boris und Lilly Becker getrennt. Diese Neuigkeit hat Die Aktuelle dazu veranlasst, den achtjährigen Sohn der beiden, Amadeus, in den Fokus zu rücken. Zwischen den angeblichen Schuldenproblemen von Boris und Drogengerüchten über Lilly setzt das Klatschblatt „das arme Kind“ mitten auf die Titelseite.

Das ist die große Titelgeschichte. Wenn man ans Zeitschriftenregal tritt, da führt eigentlich kein Weg dran vorbei, Amadeus, den achtjährigen Sohn von Boris und Lilly Becker, da groß auf dem Cover der Aktuellen zu sehen. – Moritz Tschermak, Topf voll Gold

Trennungen als Verkaufsschlager

Ob George und Amal Clooney oder Charles und Camilla – Klatschblätter titeln immer wieder über mögliche Promi-Trennungen. Jedoch hat sich Die Aktuelle hierbei nicht nur auf die Differenzen des Paares bezogen. Vielmehr gerät der Sohn Amadeus Becker in den Mittelpunkt des Artikels. Das gefällt den beiden aber wohl nicht so gut.

Allerdings haben die Beckers selbst ihren Sohn des Öfteren schon öffentlich dargestellt. Seit seiner Geburt ist Amadeus regelmäßig in Social-Media-Kanälen und Zeitungen abgelichtet worden.

Wie Die Aktuelle Amadeus Becker für die Titelstory benutzt, hat detektor.fm-Moderatorin Juliane Neubauer mit Moritz Tschermak besprochen. Er betreibt den Watchblog Topf voll Gold.

Das Bild zeigt den Journalisten Moritz Tschermak.Wer wie Boris und Lilly Becker so offensiv mit dem eigenen Kind umgeht, der öffnet sich gegenüber diesen Medien. Und der kann sich dann schwer auf ein sehr eng ausgelegtes Persönlichkeitsrecht beziehen, wenn dann mal unangenehme Situationen kommen.Moritz Tschermakanalysiert jede Woche für uns die neuesten Skandalgeschichten der Regenbogenpresse. 

Redaktion: Matthias Müller


Die Regenbogenpresse ist heiß, aber nur heimlich begehrt. Alltagssituationen, aufgeblasen zu dramatischen Seifenopern der Regenbogen-Realität. Für den Blog Topf voll Gold wühlt sich Moritz Tschermak Woche für Woche durch die deutsche Regenbogenpresse. Ein Journalist auf der vergeblichen Suche nach Seriosität. Den Topf voll Gold kann man auch bei Übermedien finden.

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