Topf voll Gold | Donald Trump und Diana

Trumps vergoldete Liebesmüh?

11.09.2015

Im Wahlkampf gegen Konkurrentin Carly Fiorina macht Donald Trump mit frauenfeindlichen Aussagen Schlagzeilen. Die Zeitschrift "Mein schönes Blatt" will zeigen, dass Donald Trump sich nicht allen Frauen überlegen fühlt. Bei Prinzessin Diana ist er in den 1990er Jahren eiskalt abgeblitzt.

Donald Trump und seine Frauen

Seit seinem Antritt als Präsidentschaftskanditat für die Republikaner ist Donald Trump plötzlich wieder in allen Medien vertreten. Dabei zeigt er sich mehr oder weniger von seiner besten Seite und beleidigt gerne mal Frauen.

Dabei begreift sich der Multimillionär als wahrer Frauenliebhaber. Immerhin hat er bereits drei Ehefrauen, fünf Kinder und einige Affären auf dem Konto zu verbuchen. Aber eine ganz bestimmte Frau soll Trump nicht bekommen haben.

Königliche Abfuhr

Prinzessin Diana soll ihn verschmäht haben. Das berichtet die Zeitschrift „Mein schönes Blatt“. Laut den Autoren soll Donald Trump in den 1990er Jahren Diana immer wieder Avancen gemacht haben. Sie fand den Verehrer gruselig und die Blumen lästig, berichtet die Zeitung. Die Informationen stammen von einer Freundin der Prinzessin namens Selina Scott.

1997 ist ein Buch von ihm erschienen. Da ging es auch um seine Affären. Da schrieb er, dass er nur eine Sache bereut: sich nie mit Diana getroffen zu haben. – Moritz Tschermak vom Blog „Topf voll Gold“

Das bleibt allerdings auch der einzige Kommentar von Trump zu der abgeblichen Annäherung der beiden. Das muss „Mein schönes Blatt“ eingestehen, auch wenn die Titelseite viel mehr verspricht: „Unfassbar, was er behauptet“. Eine Behauptung sucht der Leser in dem kurzen Text dann allerdings vergeblich.

Warum so eine Schlagzeile kein unabsichtlicher Fehler für die Zeitung „Mein schönes Blatt“ ist, erklärt im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Teresa Nehm unser Regenbogenpresse-Beobachter Moritz Tschermak vom Blog Topf voll Gold.

topfvollgold1_Mats-Schönauer-links_Moritz-Tschermak-rechts-200x1491"Mein schönes Blatt" ist neu in der Regenbogenwelt. Und die haben sich für ihre erste Ausgabe was richtig Schönes ausgedacht. Mats Schönauer und Moritz Tschermaknehmen in ihrem Blog "Topf voll Gold" die Regenbogenpresse auseinander. 

Redaktion: Carina Fron


Die Regenbogenpresse in Deutschland ist heiß, aber nur heimlich begehrt. Alltagssituationen, aufgeblasen zu dramatischen Seifenopern der Regenbogen-Realität. Für ihren Blog Topf voll Gold wühlen sich Mats und Moritz Woche für Woche durch die deutsche Regenbogenpresse. Zwei Journalisten auf der vergeblichen Suche nach Seriosität.

Topf voll Gold zum Hören: Jeden Freitag bei detektor.fm und hier als Podcast.