Topf voll Gold | Spielerfrauen

"Geheim-Akte Spielerfrau"

15.06.2018

"Spielerfrau" klingt fast nach einer Berufsbezeichnung. Aufgaben: lächeln und gut aussehen. Und nebenbei auch noch den Klatsch und Tratsch der Regenbogenpresse ertragen.

Neun Opfer

Normalerweise beschränkt sich die Klatschpresse darauf, das Leben einzelner Stars und Sternchen auseinanderzunehmen. Dieses Mal trifft es gleich neun Frauen, die eines teilen: Sie sind die Freundinnen oder Ehefrauen prominenter Fussballspieler. Das ist nicht gerade eine Sternstunde der Gleichberechtigung, wenn Frauen einzig und allein durch ihre Männer definiert werden. Doch das scheint bei der Closer keine Rolle zu spielen.

Die gleichzeitige Annahme: Wenn die Leserschaft der Closer sich schon nicht für Fussball interessiert, man aber trotzdem am Puls der Zeit sein möchte, muss halt ein anderes WM-Thema her.

Shoppingwahn und Magersucht

Ob Izabel Goulart oder Cathy Hummels, sie alle haben, wenn es nach der Closer geht, „Geheim-Akten“. Dabei ist der Journalismus der Closer-Kollegen nur scheinbar investigativ. Die Sängerin Shakira geht beispielsweise offen mit ihrer Therapie um.

Das ist dann schon nicht mehr schlechter Geschmack, sondern irgendwie auch persönlichkeitsrechtlich ein bisschen problematisch. – Moritz Tschermak von Topf voll Gold

Phänomen Spielerfrauen

Nicht nur die Closer wühlt gerne in den Leben sogenannter „Spielerfrauen“. Ob selbst schon prominent oder nicht, ihr männliches Anhängsel scheint die Frauen zusätzlich in ein faszinierendes Licht zu rücken, schließlich beschäftigen sich ganze Blogs mit ihrem Lebensstil.

Das ist nicht nur ein Phänomen, das die Closer hier abbildet. – Moritz Tschermak

Über die Faszination an „Spielerfrauen“ hat detektor.fm-Moderatorin Isabel Woop mit Moritz Tschermak gesprochen. Er ist Experte für die neuesten Absurditäten aus der Klatschpresse.

BundestrainerIch glaube, dass manche dieser sogenannten 'Spielerfrauen' das auch ganz toll finden und manche finden es dann auch schrecklich, nicht mehr als eigenständiges Wesen gesehen zu werden.Moritz Tschermakbespricht mit uns jede Woche die Absurditäten der Regenbogenpresse. 

Redaktion: Lara-Lena Gödde