Topf voll Gold | Günther Jauch: Auf der Flucht?

"Die völlige Irrelevanz"

23.03.2018

Ist der Moderator Günther Jauch schon bald nicht mehr im Fernsehen zu sehen? Der Liebling der Regenbogen-Presse soll angeblich keine Lust mehr haben. Wie kommt "Das Neue" auf diese Titel-Zeile?

Will Günther Jauch nicht mehr ?

In einem Interview mit der Gala erzählt der Moderator Günther Jauch, dass er es nicht mag, sich selbst im Fernsehen zu sehen. Deswegen ergreift er immer die Flucht, sobald er sich sieht. Und er will unbedingt einmal in die Antarktis Reisen.

Genau darin sieht die Boulevard-Zeitschrift Das Neue Grund zur Sorge. Will er sich aus der TV-Landschaft zurückziehen? Ist sein Wunsch in die Antarktis zu reisen, damit verbunden? Das sind die Fragen der Regenbogenpresse.

Günther Jauch befindet sich gar nicht auf der Flucht. Er hat nur das Wort Flucht benutzt. – Moritz Tschermak, Topf voll Gold 

Dreht sich’s, wie sie will

Die Aussage über die Antarktis hat auch nichts mit dem Thema Flucht zu tun. Sondern eher damit, dass Günther Jauch die neue BBC Doku „Unsere Erde“ synchronisiert.

Wirklich nichts steckt in dieser Geschichte und trotzdem steht es auf der Titelseite. Das zeigt wie verzweifelt die Redaktionen sein müssen. – Moritz Tschermak

Das absurde Verhalten der Boulevard-Presse zeigt sich noch an einem weiteren Detail. Denn der Artikel ist mit der Autogramm-Adresse von Günther Jauch ausgestattet.

Wie die Regenbogenpresse aus einem gesprochen Wort einen Flucht-Versuch macht, hat detektor.fm-Moderatorin Carina Fron im Gespräch mit Moritz Tschermak vom Topf voll Gold herausgefunden.

Das Bild zeigt den Journalisten Moritz Tschermak.Ich glaube, dass die Regenbogen-Redaktionen ihre Leserschaft, nämlich ältere Damen, genau kennen. Diese Leserschaft hat einfach ein großes Interesse an Günther Jauch und für die ist es interessant zu lesen, ob er auf der Flucht ist, oder eben nicht.Moritz Tschermakvon "Topf voll Gold" liest sich für uns durch die Regenbogenpresse. 

Redaktion: Moritz Steinacker


Die Regenbogenpresse ist heiß, aber nur heimlich begehrt. Alltagssituationen, aufgeblasen zu dramatischen Seifenopern der Regenbogen-Realität. Für den Blog Topf voll Gold wühlt sich Moritz Tschermak Woche für Woche durch die deutsche Regenbogenpresse. Ein Journalist auf der vergeblichen Suche nach Seriosität. Den Topf voll Gold kann man auch bei Übermedien finden.

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