Topf voll Gold | Königin Máxima und ihr Diadem

Der Fluch der Königinnen?

Eine Königin, die durch ihr Diadem verflucht ist: Was sich nach Fantasy anhört, ist in Wirklichkeit die neueste Story der „Freizeit Vergnügen“ – inklusive angeblicher historischer Belege.

Das Märchen vom Diadem

Es hat einen Hauch von Disney: die Königin und ihr Diadem. Auch ein Hauch von Disney: Es kommt nicht selten vor, dass eine böse Hexe das schöne Schmuckstück mit einem Fluch belegt. So will es die Legende.

Fluch im Königshaus?

Auch um das niederländische Königshaus rankt sich so eine Legende. Ein Diadem soll Unglück über die Königsfamilie gebracht haben, so beginnt zumindest die Zeitschrift Freizeit Vergnügen ihren Artikel. Als Begründung dafür soll eine Auflistung an Todes- und Krankheitsfällen in der Familie dienen. Königin Máxima trägt das betreffende Diadem nun aber wieder, nachdem es Gerüchte gab, dass Beatrix es zerstört hat. Die Redaktion der Freizeit Vergnügen hofft nun, dass der Königin nichts passiert.

Máxima gehört in der Regenbogenwelt und damit auch bei der Regenbogenleserschaft zu einer der großen Lieblingsfiguren. – Moritz Tschermak, Topf voll Gold

Gefahr für die Familie von Königin Máxima

Auch wenn Königin Máxima selbst vermutlich nicht an den Fluch glaubt, so sieht die Klatschpresse nun die Familie und vor allem die Töchter des Königshauses in Gefahr. Denn die älteste Tochter wird ihrem Vater wahrscheinlich auf den Thron folgen und damit auch das Diadem tragen. Da sorgt sich die Freizeit Vergnügen natürlich schon jetzt um das Wohl der Prinzessin.

Über das verfluchte Diadem und über die Leserschaft einer solchen Geschichte hat detektor.fm Moderator Philipp Weimar mit Moritz Tschermak gesprochen. Er betreibt den Regenbogenpresse-Watchblog Topf voll Gold.

Moritz Tschermak von Topf voll GoldSo spinnt sich die Freizeit Vergnügen durch vermeintlich zusammenhängende historische Vorgänge irgendetwas zusammen. Moritz Tschermakweiß, wie eine typische Geschichte der Klatschpresse aussieht. 

Die Regenbogenpresse ist heiß, aber nur heimlich begehrt. Alltagssituationen, aufgeblasen zu dramatischen Seifenopern der Regenbogen-Realität. Für den Blog Topf voll Gold wühlt sich Moritz Tschermak Woche für Woche durch die deutsche Regenbogenpresse. Ein Journalist auf der vergeblichen Suche nach Seriosität. Den Topf voll Gold kann man auch bei Übermedien finden.

Topf voll Gold: Jede Woche und hier als Podcast (u.a. Apple PodcastsGoogle Podcasts und Spotify)