Tramprennen 2019

Daumen hoch!

Das diesjährige Tramprennen startet am 16. August in Görlitz und lädt trampbegeisterte Menschen ein, zwei Wochen lang per Anhalter durch Europa zu reisen. Aber wie funktioniert Trampen heutzutage?

Trampen – gibt’s das überhaupt noch? 

Daumen hoch, rein ins Auto und schwupps am Ziel – so einfach ist Trampen. Für den einen oder anderen ist diese Art zu Reisen nur eine Erinnerung an die „guten alten Zeiten“, in denen es nicht unbedingt viele Optionen gegeben hat, von A nach B zu kommen.

Heutzutage finden sich eigentlich genügend andere Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen – zum Beispiel mit der Bahn, dem Bus, einer Mitfahrgelegenheit oder sogar dem Fahrrad. Auch das beste Image hat Trampen nicht unbedingt, immer wieder sorgen Unglücksfälle für negative Schlagzeilen.

Doch ausgestorben ist diese Art zu Reisen keinesfalls. Ganz im Gegenteil. Sogar ein richtiges Netzwerk hat sich in den letzten Jahren um das Reisen per Anhalter gebildet.

Natürlich muss man immer mit einer gewissen Vorsicht reisen. Aber ich denke, es ist ein gutes alternatives Fortbewegungsmittel, das gut für die Umwelt ist, Menschen zusammenbringt und den Horizont von beiden Seiten erweitert. – Jonas Damhuis, leidenschaftlicher Tramper

Besonders digital gibt es viele Möglichkeiten, die das Trampen erleichtern. Zum Beispiel die Internetseite „Hitchwiki„. Jeder kann sich anmelden, mit anderen Trampern vernetzen und seine Tipps und Tricks weiterreichen. Eine interaktive Karte zeigt dabei die besten oder schlechtesten Standorte zum Reisen per Anhalter.

Tramprennen 2019 

Und nicht nur digital kann man sich mit anderen Trampern austauschen. Das alljährlich Tramprennen lädt über 100 trampbegeisterte Menschen ein, zwei Wochen lang per Anhalter durch Europa zu reisen. Am Freitag, den 16. August, geht das Wetttrampen los. Das Wichtigste ist dabei: sich Zeit nehmen, neue Kulturen und Leute kennenlernen und im Moment verbleiben. Räumliches Ziel ist dabei Transsylvanien in Rumänien. Doch die eigentliche Mission ist es, das Trampen wieder als wertvolle und gesellschaftlich anerkannte Reiseform zu etablieren.

Über das Trampen und das diesjährige Rennen hat detektor.fm-Moderatorin Yvi Strüwing mit Jonas Damhuis gesprochen. Er hat das Tramprennen einige Male mitorganisiert und ist selbst leidenschaftlicher Tramper.

Jonas Damhuis_TramprennenFür viele Menschen macht Trampen dieses Freiheitsgefühl aus und ist noch ein bisschen aufregender als zum Beispiel eine Mitnahmegelegenheit. Jonas Damhuis ist auf seiner Weltreise 30 000 km getrampt. 

Redaktion: Leora Koch