Von 400 auf 450 Euro: Wie sinnvoll ist die neue Verdienstgrenze bei Minijobs?

26.10.2012

Minijobber können ab Januar 50 Euro mehr verdienen. Dafür müssen sie keine Sozialabgaben zahlen. Aus 400-Euro-Jobs werden 450-Euro-Jobs. Wie sinnvoll ist die Aufstockung und wer profitiert davon?

Geringfügig Beschäftigte müssen keine Sozialabgaben leisten, bisher bis zu einem Verdienst von 400 Euro. © Foto: Michael Gottschalk/dapd.

Arbeitsmarktexperte beim Deutschen Gewerkschaftsbund. Foto: DGB.Johannes JakobArbeitsmarktexperte beim Deutschen Gewerkschaftsbund. Foto: DGB. 

Minijobs – bisher auch 400-Euro-Jobs genannt – sind in Deutschland stark verbreitet. Mehr als sieben Millionen Geringverdiener gibt es derzeit bundesweit. Nur knapp zwei Millionen von ihnen gelangen derzeit an die Verdienstgrenze von 400 Euro.

Die Obergrenze der Geringverdiener wird nun zum 1. Januar 2013 von 400 auf 450 Euro aufgestockt. Das hat die schwarz-gelbe Koalition im Bundestag beschlossen. Was sich zunächst nach mehr Geld und somit erfreulich anhört, kritisieren Opposition und Gewerkschaften.

Was die Anhebung der Gehaltsgrenze aus Sicht der Gewerkschaften bedeutet, erklärt der Arbeitsmarktexperte beim Deutschen Gewerkschaftsbund, Johannes Jakob.

Mit den Minijobs ist ein paralleler Arbeitsmarkt entstanden und auf diesem Arbeitsmarkt gelten komplett andere Regeln als auf dem übrigen Arbeitsmarkt. (Johannes Jakob)