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Foto: Philipp Gehrke / shutterstock.com
Bild: Philipp Gehrke | shutterstock.com

Fortschritt | Vor- und Nachteile der Corona-Apps

Ziel: Infektionsketten unterbrechen

In Restaurants, Bars und ähnlichem checken wir mit der Luca-App ein, um Kontakte nachzuverfolgen. Aber das macht doch auch die Corona-Warn-App. Und in der ist auch das Impfzertifikat und das Ergebnis vom Schnelltest hinterlegt. Wir klären, was welche App macht und ob es beide Corona-Apps braucht.

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Das Ziel der Corona-Apps ist einfach: Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, kann über die Apps Menschen warnen, die man in den letzten Tagen möglicherweise angesteckt hat. So sollen Infektionsketten durchbrochen werden, weniger Menschen erkranken und das Gesundheitssystem wird entlastet.

Die vom Robert-Koch-Institut herausgegebene und von der Deutschen Telekom und SAP entwickelte Corona-Warn-App (CWA) nutzt die Bluetooth-Funktion vom Smartphone. Apple und Google haben sich zu Beginn der Pandemie zusammengeschlossen, um das so genannte Exposure Notification Framework (ENF) zu entwickeln, das die Abstandsmessung über Bluetooth erst ermöglicht. Voraussetzung war, dass personenbezogene Daten nicht auf externen Servern gespeichert werden können.

Wer war mit mir am selben Ort?

Die Luca-App, entwickelt von der cultur4life GmbH und der neXenio GmbH, wird hauptsächlich zum Check-in bei Veranstaltungen, in Restaurants, Bars, Clubs etc. verwendet. So lässt sich nachvollziehen, wer gleichzeitig am selben Ort war. Hat sich eine dieser Personen nun mit dem Coronavirus infiziert, kann sie alle Menschen waren, die ebenfalls mit der Luca-App eingecheckt haben.

Gleichzeitig wird das Gesundheitsamt über die Kontakte informiert. Im Gegensatz zur Kontaktdatenerfassung mit Zettel und Stift, wie es zu Beginn der Pandemie gemacht wurde, werden die Daten in der Luca-App verschlüsselt gespeichert. Bisher habe es keinen Fall gegeben, in dem persönliche Daten unerlaubt abgegriffen wurden, sagt Technik-Journalist Nico Ernst.

Eine Corona-App für alles?

Die Luca-App dient sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich zur Kontaktnachverfolgung und ist „ein guter Zusatz zur Corona-Warn-App, kann und möchte sie aber nicht ersetzen“, heißt es auf der Webseite der App. Eine Check-in-Funktion gibt es mittlerweile auch in der Corona-Warn-App, die auch mit QR-Codes von luca funktioniert. Für Nico Ernst ist die CWA damit eine App für alles. Allerdings muss sie, um Infektionsketten zuverlässig zu unterbrechen, auf genügend Smartphones installiert sein.

Man kann davon ausgehen, dass es mindestens 26 Millionen aktive Nutzer gibt. Und der Nutzen so einer App steigt quadratisch. Das heißt, für jede 10 Millionen mehr Nutzende haben wir 20 Millionen mehr Kontakte, die wir verfolgen können. 

Nico Ernst, Technik-Journalist

Im Podcast spricht detektor.fm-Moderatorin Anja Bolle mit Nico Ernst über die Corona-Apps, was deren Warnungen für uns bedeuten und welche neuen Funktionen für die Apps geplant sind.

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