Wandel in der Ukraine

Was hat der Euromaidan verändert?

15.12.2015

Vor rund zwei Jahren gingen Hundertausende in Kiew auf die Straßen. Sie protestierten gegen Wiktor Janukowytsch und für einen Wandel der Gesellschaft. Doch was ist aus der Aufbruchstimmung geworden? Das haben wir einen Mann mit einem besonderen Blickwinkel gefragt - den Fotografen Robin Hinsch.

Die Ukraine kommt aus den Unruhen nicht heraus. Beendet ist der Konflikt um den östlichen Teil des Landes noch nicht. Doch mittlerweile dominieren andere Themen das mediale Tagesgeschehen. Auch der Westen des Landes befindet sich weiterhin im Umbruch.

Gemeinsam gegen Janukowytsch

Diese Bewegung nahm ihren Anfang in den Protesten gegen den damaligen Präsidenten Wiktor Janukowytsch.  Der Euromaidan begehrte auf. Erst friedlich, später kam es zu Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt und mehreren Toten.

Es gab einen revolutionären Aufbruch. – Robin Hinsch, Fotograf

Die Demonstranten hofften auf einen Wechsel. Nicht nur des Regierungsoberhaupts, sondern auch des politischen Systems und der Gesellschaft.

Die Ukraine wird refomiert

Die EU bescheinigt der ukrainischen Regierung diesbezüglich „bemerkenswerte“ Fortschritte. In ihrem Fortschrittsbericht ist von „engagierten Reformen“ die Rede. Doch sie nennt auch Defizite wie Korruption, Menschenhandel und Diskriminierungen. Die Ziele, die sich die liberalen und emanzipatorischen Kräfte unter den Maidan-Demonstranten gesetzt hatten, sind also noch längst nicht erreicht.

Die Leute sind ernüchtert. – Robin Hinsch, Fotograf

Doch wie nehmen die Menschen in der Ukraine die Veränderungen wahr? Haben sich ihre Erwartungen erfüllt? Darüber hat detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt mit dem Fotografen Robin Hinsch gesprochen. Er hat die Unruhen damals vor Ort mitverfolgt und ist auch heute noch häufig in der Ukraine.

robin_hinschDer Fortschritt kommt nur langsam bei den Bürgern wirklich an. Viele sind eher enttäuscht als glücklich über die Revolution.Robin Hinschdokumentierte als Fotograf die Proteste und Unruhen in der Ukraine. Foto: privat 

Redaktion: Markus Vorreyer