Wenn McDonalds unterrichtet: Lobbyismus an deutschen Schulen

15.05.2013

Es ist nicht die Bildung, die der Wirtschaft am Herzen liegt. Unternehmen wollen schon jetzt die Kunden von morgen überzeugen. Doch wie gehen Lehrer mit Unterrichtsmaterialien aus der Wirtschaft um?

Das Bankenplanspiel „Schulbanker“ für Schulen wird vom Bundesverband deutscher Banken organisiert. Daimler gibt für den Unterricht kostenfrei die Kopiervorlage „Design und Aerodynamik“ heraus.

Wirtschaft und Bildung verschwimmen

ist bei Unterrichtsmaterialien von Wirtschaftsunternehmen zwiegespalten.Josef Krausist bei Unterrichtsmaterialien von Wirtschaftsunternehmen zwiegespalten. 

Die Trennlinie, an der wirtschaftliche Interessen enden und Bildung anfängt, ist verschwommen. Das Interesse der Unternehmen ist klar: Sie wollen die Kunden von morgen auf ihre Produkte aufmerksam machen. Der selbstlose Bildungsgedanke dürfte jedenfalls nicht im Vordergrund stehen. Aber auch für Lehrer sind die schick aufbereiteten Angebote neben den abgegriffenen und oft veralteten Schulbüchern eine attraktive Alternative.

Wie reagieren die Lehrer?

Sind Lehrer ausreichend über die Gefahr des Lobbyismus durch Unterrichtsmaterialien informiert? Und reagieren die Kultusministerien ausreichend gegen eine zu viel Einfluss der Wirtschaftsunternehmen? Darüber haben wir mit Josef Kraus gesprochen. Er ist Präsident des Deutschen Lehrerverbands.

Wenn McDonalds unterrichtet: Lobbyismus an deutschen Schulen

Man kann das eine oder andere auch mal verwenden, um die Schüler zu kritischen Wirtschaftsbürgern zu erziehen. Josef Kraus