Wulff-Prozess: Die Staatsanwälte lassen nicht locker

20.12.2013

Acht Verhandlungstage, keine Beweise. So ist der derzeitige Stand im Prozess des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff. Die Staatsanwaltschaft klammert sich jedoch weiter an die Vorwürfe.

Christian Wulff und seine Anwälte fordern Freispruch statt einer Einstellung des Verfahrens. Foto: AFP/Fabian Bimmer

Ressortleiter Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung.Heribert PrantlRessortleiter Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung.  

Das Gericht hat 22 Verhandlungstage für den Prozess Christian Wulff angesetzt. Der Ex-Bundespräsident steht wegen Korruptionsvorwürfen derzeit vor Gericht. Die Richter haben in Aussicht gestellt, das Verfahren einzustellen: „Wir sehen die Chance, das Verfahren abzukürzen„, so Richter Frank Rosenow.  Wulff will das nicht, er will ein Urteil. Auch weil er sich im Recht sieht und auf einen Freispruch hofft.

Tausende Seiten

Aber wie kann das sein? In 14 Monate haben Ermittler tausende Seiten an Akten zusammengetragen. 45 Zeugen werden im Prozess vernommen und heraus kommt: Nichts?

Über die Rolle der Staatsanwälte beim Prozess haben wir mit Heribert Prantl gesprochen. Er war selbst Staatsanwalt und leitet jetzt das Ressort Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung.

Es bestand ein Interesse an einer besonders exzessiven Ermittlung. – Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung