Faszination Brettspiel: 100 Jahre “Mensch ärgere dich nicht”

28.01.2014

"Mensch ärgere dich nicht" wird 100 Jahre alt - zumindest in der Form, in der wir es kennen. Die Spielebranche entwickelt immer ausgefeiltere Produkte, aber der Klassiker hat seinen Reiz bis heute nicht verloren. Warum eigentlich?

Man soll sich nicht ärgern - und doch kann es passieren, dass das Spielbrett genervt umgeworfen wird. Foto: Holger H. flickr.com

Schadenfreude ist doch immer noch die schönste Freude: was gibt es Schöneres an einem Sonntagnachmittag, als Oma oder Vati vom Spielbrett zu fegen. Doch wo Freude ist, da ist auch Leid: spätestens, wenn man nur noch ein Feld vom Sieg entfernt ist und dann selbst vom Plan verbannt wird.

mag Hunde und Spiele - forscht aber nur an Letzterem.Rainer Bulandmag Hunde und Spiele - forscht aber nur an Letzterem. 

Schadenfreude und Unglück liegen nah beieinander

Mensch ärgere dich nicht“ wird auch 100 Jahre nach seiner Erfindung noch gern gespielt. Dabei ist seine Geschichte durchaus eine bewegte: im Ersten Weltkrieg wurde das Brettspiel in die Feldlazarette gebracht, um die Kranken aufzuheitern.

Was macht also die Faszination des Spiels aus? Und wo genau kommt es eigentlich her?


Rainer Buland
ist Spieleforscher an der Universität Mozarteum in Salzburg und kennt die Antworten auf diese Fragen.