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In „But Beautiful“ stellt Erwin Wagendorfer Menschen vor, die versuchen, ein gutes, nachhaltiges Leben zu führen. Foto: Loic Venance | Pandora

19. Filmkunstmesse in Leipzig

Klimawandel im Kino

Zum 19. Mal findet die Filmkunstmesse in Leipzig statt. Hier treffen sich jedes Jahr Programmkino-Betreiber, Filmemacher, Schauspieler und Filmfans. Sie debattieren über Filme, noch bevor sie im Kino anlaufen.

Heute startet die diesjährige Filmkunstmesse. Eine Woche lang sind dort Arthouse-Filme zu sehen, die im kommenden Jahr anlaufen. In den Leipziger Kinos werden über Filme abseits des Mainstreams diskutiert. Damit richtet sich die Messe hauptsächlich an Kinobetreiber und Verleiher. Doch auch Kinofans können bis Freitag die neuen Filme vor ihrem offiziellen Kinostart sehen.

Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Leben

Auch am Kino ist die gesellschaftspolitische Relevanz des Klimawandels nicht vorbeigegangen. Das macht sich an der diesjährigen Filmauswahl bemerkbar. Im öffentlichen Programm läuft „But Beautiful“ – ein Tipp von der Kuratorin Hendrike Bake. Der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer stellt sich in der Dokumentation die Frage, ob alles wieder gut wird. Und was wir dafür tun müssen.

Er hat nach Leuten gesucht, die auf die eine oder andere Art versuchen, ein nachhaltiges und gutes Leben zu führen. Und das ist so unterschiedlich, das kann von ökologischen Projekten reichen, bis hin zu mit Freunden Musik machen. – Hendrike Bake, Kuratorin bei der Filmkunstmesse

Treffpunkt: Leipzig

Die Filmkunstmesse wird jedes Jahr in Leipzig veranstaltet. Die Stadt lädt nicht nur zu diesem Filmfestival ein, sondern auch zum DOK, dem Festival für Dokumentar- und Animationsfilm. Man will also auch Filmstadt sein.

Das hat sich die AG Kino zum Anlass genommen, um zum ersten Mal eine Podiumsdiskussion über die politische Rolle von Filmen zu veranstalten. Alle Leipzigerinnen und Leipziger sind dazu aufgerufen, an der Diskussion teilzunehmen.

Wir wissen alle, Politik ist kompliziert geworden, und wir fragen uns, was ist eigentlich im Raum Kino los? Was bedeutet es, gemeinsam ins Kino zu gehen, gemeinsam Filme zu sehen und darüber zu diskutieren? – Felix Bruder, Geschäftsführer AG Kino

Wie repräsentativ die Filmkunstmesse dieses Jahr für Frauen ist und welche Neuheiten es dieses Jahr gibt, darüber hat detektor.fm-Moderator Philipp Weimar mit der Kuratorin Hendrike Bake und mit Felix Bruder, Geschäftsführer der AG Kino, dem Interessensverband der unabhängigen deutschen Programm- und Filmkunstkinos, gesprochen.

Hendrike Blake und Felix Bruder - über Leipzig als Standort für die Filmkunstmesse.

über Leipzig als Standort für die Filmkunstmesse.
Wir merken das auch immer wieder mit dem Enthusiasmus, mit dem die Filme hier aufgenommen werden. Das ist in jeder Stadt anders. In Berlin sind sie manchmal ein bisschen grimmiger und in Leipzig ist eine wirkliche Liebe für Film zu spüren.Hendrike Blake und Felix Bruder

Redaktion: Lena Jansen