61. Berlinale: Ein Rückblick

21.02.2011

Die Jury hat am Wochenende ihre Entscheidung bekannt gegeben und aus einem schwachen Wettbewerb die besten Filme herausgesucht. Doch hat wirklich der beste Film gewonnen?

Das Rennen um die Bären ist entschieden. Foto: Clemens Bilan/ddp

Großer Gewinner der 61. Internationalen Filmfestspiele in Berlin ist vor allem einer: der iranische Regisseur Asghar Farhadi. Sein Film Nader und Simin, A Separation konnte gleich vier Preise mit nach Hause nehmen. Farhadi gewann den Goldenen Bären für den besten Film, sowie die beiden Bären für die beste Darstellerin und den besten Darsteller. Auch der Preis der ökumenischen Jury ging an Farhadis Film. Nader und Simin erzählt von einer iranischen Familie, die zerbricht, nachdem sich der Vater dazu entschließt, die Ausreise abzusagen um sich um seinen an Alzheimer erkrankten Vater zu kümmern.

Auch die beiden deutschen Wettbewerbsbeiträge konnten Preise mit nach Hause nehmen. Ulrich Köhler gewann für seinen Film Schlafkrankheit den silbernen Bären für die beste Regie. Das RAF-Drama Wer, Wenn Nicht Wir wurde mit dem Alfred-Bauer-Preis ausgezeichnet. Beide Filme ernteten bei den Kritikern nur ein durchwachsenes Echo. Eine Reaktion, die man auch auf den gesamten Wettbewerb der Berlinale übertragen kann, denn der galt dieses Jahr bei Kritikern als besonders schwach.

Haben also wirklich die Besten gewonnen oder waren die Entscheidungen der Jury vor allem politisch geprägt? Fragen, über die wir mit unserem Berlinale-Korrespondenten und Kinoexperten Andreas Kötzing gesprochen haben.