“Abgedreht und Abgelehnt” – Verdienstmöglichkeiten beim Film

07.07.2012

Wenn es um Kino oder Filme geht, denken viele sofort an superreiche Hollywood-Stars. Dabei sieht die Realität in Deutschland nicht nur für Schauspieler anders aus. Eine Studie belegt dies nun mit Zahlen.

Wer beim Film arbeitet verdient nicht automatisch viel Geld. Foto: © Focke Strangmann / dapd

Mit knapp 22 Millionen Dollar Jahresverdienst schafft es Tom Cruise gerade mal noch in die aktuelle Top Ten der am besten verdienensten Hollywood-Stars. Weit vor ihm rangiert auf Platz 1 Leonardo di Caprio, der im Jahr 2010 rund 77 Millionen Dollar verdiente. Von derartigen Summen können deutsche Schauspieler nur träumen, wenngleich die bekannten Stars auch bei uns nicht schlecht verdienen.

Ganz anders sieht es allerdings hinter der Kamera aus – bei den Kameraleuten, ihren Assistenten, den Tontechnikern, den Bühnebildnern und vielen anderen Filmangestellten. Deren prekäre Jobsituation – vor allem in den Drehpausen – hat die Gewerkschaft Ver.di zusammen mit dem Bundesfilmverband untersuchen lassen. Unter dem Titel „Abgedreht und abgelehnt“ sind die Ergebnisse der Studie seit kurzem im Internet zugänglich.

Andreas Kötzing hat mit Andrea Bührmann, einer der beiden Autorinnen der Studie, gesprochen. Bührmann ist Professorin für Soziologie an der Universität in Göttingen.