Africa for Norway – Das verzerrte Bild Afrikas in den Medien

26.11.2012

Hungernde Kinder mit großen Augen, umgeben von Schutt. Das ist Afrika. Zumindest zeigen die Medien den Kontinent so. Der Song "Africa for Norway" will nun mit Stereotypen aufräumen.

Ein typisches Foto von Afrika - Ein armes Kind auf einer dreckigen Straße Foto: © Torsten Silz/dapd

Lutz MükkeJournalist und Afrika-Experte 

Krisen, Krankheiten und Kriege. Das sind die häufigsten Themen, die die westlichen Medien von Afrika zeigen. Dass ihr Land aber mehr zu bieten hat als Katastrophen, wollen die Afrikaner nun selbst ändern. Und zwar mit dem Projekt  „Radi-Aid„. Fröhlich singende Bewohner des heißen Kontinents rufen in einem Charity-Song dazu auf, den Norwegern Heizkörper zu senden:

Menschen ignorieren keine hungernden Menschen. Also warum sollten wir frierende Menschen ignorieren?

heißt es im Video zum Song „Africa for Norway“.

Norweger zeigen Selbstironie

Finanziert wird das Ganze von der Norwegischen Agentur für Internationale Entwicklung, umgesetzt von Studenten aus Norwegen und Afrika. Der Song und das Projekt sind  zwar mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Dennoch wollen die Macher damit ein klares Statement setzen:

Wir wollen keine Stereotypen, wir wollen keine einseitige Berichterstattung über Afrika, heißt auf der Webseite von „Radi-Aid“.

Lutz Mükke im Interview

Der Journalist und Afrika-Experte Lutz Mükke hat sich mit der Opferrolle Afrikas in den westlichen Medien auseinandergesetzt.  Wir haben mit ihm über das Bild Afrikas und den Einfluss von Hilfsorganisationen gesprochen und natürlich über „Norway for Afrika“.

Africa for Norway - Das verzerrte Bild Afrikas in den Medien