“Alaaf und Heil Hitler” – Ein Interview über die Rolle des Karnevals im Dritten Reich

16.02.2010

Zur Karnevalszeit vergnügen sich die Jecken damit Politiker durch den Kakao zu ziehen. Das war jedoch nicht immer so. Im Dritten Reich versuchten die Nazis die Karnevalsbewegung zu kontrollieren.

Ein Karnevalswagen des Rosenmontagszug 2007. Foto: Volker Hartmann (ddp)

Historiker und BuchautorMarcus LeifeldHistoriker und Buchautor 

Auch dieses Jahr schmückten zahlreiche Merkel- und Westerwelle-Karrikaturen die Rosenmontagszüge am Rhein. Politiker sind seit jeher ein beliebtes Ziel für Hohn und Spott.

Auch im Dritten Reich galt der rheinische Karneval lange als Politik-kritisch und sogar als Teil des Widerstandes gegen die Nazis. Das hat sich nun als Legende entpuppt.

Zwei Autoren haben herausgefunden: Viele Narrenkappen hatten braune Flecken. Zu lesen ist das in dem Buch „Alaaf und Heil Hitler“. Einer der Autoren ist Marcus Leifeld. Er ist Historiker im Kölner Stadtmuseum und hat mit detektor.fm über die Rolle der Karnevalsvereine im Dritten Reich gesprochen.

Hören sie hier das Interview noch einmal: