Auf dem Weg zur Volkskrankheit: Forscher erwarten starken Anstieg von Alzheimer-Erkrankungen

07.02.2013

Bis 2050 soll sich die Zahl der Alzheimer-Erkrankungen in den USA verdreifachen. Ähnliche Prognosen gibt es auch für Deutschland. Welche Gründe das hat, erklärt ein Alzheimer-Forscher im Interview.

Frauen erkranken durchschnittlich häufiger an Alzheimer als Männer. Foto: ©  Gerd Altmann / pixelio.de

Immer mehr Menschen erkranken an Alzheimer, der häufigsten Form von Demenz. Die Forscher des Rush University Medical Center in Chicago gehen von einer Verdreifachung der Erkrankungen bis 2050 aus. Die Zahl der Alzheimer-Erkrankungen wird demnach von 4,7 Millionen (Stand 2010) auf 13,8 Millionen Menschen im Jahr 2050 ansteigen.

Weltweiter Anstieg der Erkrankungen

ist Alzheimer-Forscher. Foto: Silicya RothKonrad Beyreutherist Alzheimer-Forscher. Foto: Silicya Roth 

Die Prognose bezieht sich zwar auf die USA. Ähnliche Einschätzungen gibt es jedoch auch in Deutschland. So rechnet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft mit einem Anstieg der Alzheimer-Erkrankungen um 100 Prozent bis zum Jahr 2050. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass sich die Zahl der Alzheimer-Kranken bis 2030 weltweit verdoppelt. Ein Grund ist die ständig steigende Lebenserwartung.

Kein Mittel zur Heilung

Es gibt zwar Therapien, die helfen können die Sympthome zu mildern. Ein Mittel, Alzheimer zu stoppen, gibt es bisher jedoch nicht.

Wie die Prognosen über die steigende Zahl der Alzheimer-Erkrankungen zu erklären sind und was man gegen Alzheimer tun kann, darüber haben wir mit Konrad Beyreuther gesprochen. Er ist Direktor des Netzwerks Altersforschung an der Universität in Heidelberg und erforscht die Grundlagen der Alzheimer-Krankheit.

Wer rastet der rostet. So wie man den Muskel stärken kann, kann man auch das Gehirn stärken. – Konrad Beyreuther