Arbeit in der Kreativwirtschaft: Vom Freelancer zum Tagelöhner?

13.02.2012

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist der Bundesregierung ans Herz gewachsen. Die Journalisten, Autoren, Musikproduzenten, Grafiker und Architekten sind ein wichtiger Wirtschaftszweig, beteuert sie. Doch profitiert der von der Aufmerksamkeit wirklich?

Journalistin und Autorin des Buches «Echtleben». / © Thomas SchweigertKatja KullmannJournalistin und Autorin des Buches «Echtleben». / © Thomas Schweigert 

Was haben Journalisten, Autoren, Musikproduzenten und Architekten gemeinsam? Sie sind Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft. In Deutschland hat sich diese Kreativwirtschaft in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftssektor entwickelt. Sie erwirtschaftete fast so viel, wie die Autoindustrie – und wird damit auch für die Politik immer interessanter. 2007 wurde die Bundesinitiative für „Kultur und Kreativwirtschaft“ gegründet. Sie soll es gerade Freiberuflern erleichtern, auf dem sehr umkämpften Arbeitsmarkt in der Kreativwirtschaft Fuß zu fassen

Die Autorin Katja Kullmann ist Teil der so genannten Kreativwirtschaft. 2003 gewann sie den deutschen Buchpreis. Fünf Jahre später musste sie Hartz IV beantragen, weil sie durch ihren Job als freie Journalistin nicht mehr genug verdiente. Im Interview haben wir mit ihr über Wohl und Wehe der „Kreativwirtschaft“ gesprochen.

Das Glück und die Zufriedenheit – und das sich selbst wiederfinden in dem, was man tut… Es ist ein Ideal, eine Utopie, die aber einiges wert ist. (Katja Kullmann)