Auf Tuchfühlung | Ist hässlich das neue Schön?

10.08.2011

Kleider von der Stange, wie es sie bei Zara und H&M gibt, werden immer mehr von Vintage- und Second Hand Shops verdrängt. Je älter, abgenutzter und ausgefallener die Klamotten, umso angesagter der Träger. Doch was ist so faszinierend an der neuen Hässlichkeit in der Mode?

Zerschlissene Jeans aus dem Second Hand Shop sind wieder beliebt. / Foto: © die Alex pixelio.de

Mode ist längst nicht mehr das, was Laufstege oder Haute Couture uns vorleben. Vor allem in Stockholm, London oder Berlin, wo es keinen zu Mailand oder Paris vergleichbaren Luxusmarkt gibt, hat sich seit einigen Jahren der Street Style durchgesetzt. Zahlreiche Blogs zeigen, wie man diesen Modestil nachmachen kann, der vorwiegend von jungen Menschen auf der Straße und im Alltag getragen wird.

über den neuen Hang zur Hässlichkeit in der Mode./ Foto: Simone BrandtSimone Brandtüber den neuen Hang zur Hässlichkeit in der Mode./ Foto: Simone Brandt 

Oft jedoch muss man sich wundern, was da eigentlich aus Vintage-Kleidung und zerrissenen Klamotten zusammengemischt wird. Frauen in Klumpschuhen und Sackhosen, Männer in Nerd-Brillen, Hochwasserhosen und fleckigen Jute-Taschen. Ist denn hässlich das neue Schön?

Über dieses Phänomen sprechen wir mit Simone Brandt. Sie ist Medienwissenschaftlerin mit dem wissenschaftlichen Schwerpunkt „Luxus und Mode“ und war bereits in der Pariser Modebranche tätig.

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